"Habe ich die Kraft, das Team nach vorn zu bringen?"

Jogi Löw stellt sich in Frage

BK
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Erasmia - Joachim Löw hatte tiefe Ränder unter seinen Augen. Sein Blick war leer. Er lächelte nicht. Noch nicht einmal, als er erfuhr, dass er das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen wird. So wie vor ihm die Trainer Jürgen Klinsmann für WM-Platz 3 nach dem deutschen Sommermärchen 2006 und Silvia Neid für den WM-Titel der Frauen 2008.Löw war einfach nur fertig. Dann sagt der 50-Jährige einen Satz, der den deutschen Fußball in Alarmstimmung versetzt: "Ich frage mich: Habe ich weiterhin die Kraft, die Mannschaft nach vorne zu bringen?"Jogi wackelt! Ein enger Mitarbeiter des Bundestrainers zum KURIER: "Jogi Löw ist sehr nachdenklich. Die Chancen, dass er weitermacht, stehen bei 50 zu 50."Jetzt, wo der Druck weg ist, kommt er ins Grübeln. Er fragt sich: Kann ich meine Visionen realisieren? Jetzt ist er kein Fußball-Lehrer mehr. Jetzt muss er Politiker sein. Das missfällt ihm. Die Querschüsse aus der Liga zermürben Löw. Dazu registriert er, dass ihm auch im Verband ständig Steine in den Weg gelegt werden."Ich muss jetzt ein paar Tage zur Ruhe kommen", erklärt Löw, "ich brauche Zeit, um meine Gedanken zu ordnen. Unter diesen Eindrücken bin ich nicht in der Lage, vernünftige Gedanken zu fassen, was die Zukunft betrifft."Am Geld wird es nicht scheitern. Bislang verdient Löw 2,5 Millionen Euro pro Jahr. Für einen neuen Zweijahresvertrag müsste der Verband bis zu sieben Millionen hinblättern. Aber: Das spielt nur eine Nebenrolle.In den kommenden zwei Tagen wird er sein Handy ausschalten. Er wird "alles sacken lassen". Er wird sich mit seinen Beratern zusammensetzen. Er wird mit Oliver Bierhoff sprechen. Und dann wird er bis spätestens Ende der Woche eine Entscheidung treffen. Es kann alles passieren.------------------------------

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