Wie berichtet, war der Aufzug in dem Haus mit fünf Etagen seit Montag außer Betrieb. Viele Bewohner sind aber auf ihn angewiesen, kommen nicht mehr aus dem Haus heraus. Die Reparatur verzögerte sich, weil ein Ersatzteil fehlte.
Jasmin Fischer, Sprecherin von Thyssenkrupp Elevators, hatte am frühen Nachmittag auf Anfrage des KURIER mitgeteilt: „Es bleibt dabei: Die Servicetechniker sind heute vor Ort.“ Das Versprechen wurde gehalten.
Mieterverein rät zur Klage
Frank Hadamczik, Sprecher des Vermieters Stadt und Land, erklärte, dass dennoch ein Info-Blatt an die Mieter verteilt werde: Für den Fall, dass der Lift wieder streikt, können sie bei der Sophia Berlin GmbH telefonisch Hilfe bei Einkäufen oder Arztbesuchen bestellen. Sophia Berlin ist eine Tochterfirma von Stadt und Land, unterstützt zum Beispiel Mieter, die für die Zeit einer Sanierung ausziehen müssen.
Helga G. schleppt sich die Treppen hoch, eine Krücke hat sie dem Reporter gegeben. Helfen lassen will sie sich aber nicht.
© Volkmar Otto
Wibke Werner vom Mieterverein rät den Bewohnern, dem Vermieter schnell anzuzeigen, dass sie sich wegen des defekten Aufzugs eine Mietminderung vorbehalten, die nächste Miete nur unter Vorbehalt zahlen. Die Minderung hänge unter anderem davon ab, wie hoch jemand wohnt. In der Regel bewege sich die Mietminderung für die Zeit des Ausfalls – zwischen acht und 26 Prozent.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com