Der DDR-Komplex am Alexanderplatz steht schon lange leer. Bis 2008 beherbergte der Plattenbau mit 40.000 qm die Stasi-Unterlagenbehörde. Mittes Bezirksbürgermeister unterstützt den Plan Berliner Initiativen, das „Haus der Statistik“ in ein Flüchtlings-Künstler-Haus zu verwandeln. Für Hanke ist das Projekt eine „einmalige Chance“, in Mitte eine „gentrifizierungsfreie Insel“ zu schaffen.
Der gestern vorgestellte Plan sieht vor, in dem Stahl-Beton-Bau in drei Umbau-Phasen bis 2020 rund 250 Ateliers für Künstler und Wohnungen für bis zu 1000 Flüchtlinge oder Studenten zu schaffen. Die Kosten dafür wurden auf 50 Millionen Euro beziffert. Florian Schöttle vom Verein Martinswerk nannte Q216 in Lichtenberg als Vorbild. Auf 18.000 qm entstanden Wohnungen. Mit 100 Bauarbeitern könne er das „Haus der Statistik“ in acht Monaten umbauen, sagte Schöttle.
Davor gilt es, zwei Voraussetzungen zu erfüllen: Erstens müsse der Senat von dem Projekt überzeugt werden, sagte Hanke. Zweitens müsse die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben den Komplex hergeben – im Idealfall kostenlos, wie es hieß. MF
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com