Großer Umbau geplant

Mit dem Haus der Statistik ist wieder zu rechnen

Nach Umbau könnten am Alexanderplatz bis zu 1.000 Flüchtlinge einziehen

Marc Fleischmann
Lesezeit 2 Min
Das Haus der Statistik in Mitte soll für 50 Millionen Euro umgebaut werden.

Das Haus der Statistik in Mitte soll für 50 Millionen Euro umgebaut werden.

© Bernd Friedel

Der DDR-Komplex am Alexanderplatz steht schon lange leer. Bis 2008 beherbergte der Plattenbau mit 40.000 qm die Stasi-Unterlagenbehörde. Mittes Bezirksbürgermeister unterstützt den Plan Berliner Initiativen, das „Haus der Statistik“ in ein Flüchtlings-Künstler-Haus zu verwandeln. Für Hanke ist das Projekt eine „einmalige Chance“, in Mitte eine „gentrifizierungsfreie Insel“ zu schaffen.

Der gestern vorgestellte Plan sieht vor, in dem Stahl-Beton-Bau in drei Umbau-Phasen bis 2020 rund 250 Ateliers für Künstler und Wohnungen für bis zu 1000 Flüchtlinge oder Studenten zu schaffen. Die Kosten dafür wurden auf 50 Millionen Euro beziffert. Florian Schöttle vom Verein Martinswerk nannte Q216 in Lichtenberg als Vorbild. Auf 18.000 qm entstanden Wohnungen. Mit 100 Bauarbeitern könne er das „Haus der Statistik“ in acht Monaten umbauen, sagte Schöttle.

Davor gilt es, zwei Voraussetzungen zu erfüllen: Erstens müsse der Senat von dem Projekt überzeugt werden, sagte Hanke. Zweitens müsse die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben den Komplex hergeben – im Idealfall kostenlos, wie es hieß. MF

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