„Wir brauchen mindestens einen Punkt“, rechnet DHB-Vize und Füchse-Macher Bob Hanning vor und will auf keinen Fall abhängig sein vom Ausgang des Spiels Kroatien gegen Frankreich. Schwerstarbeit ist heute gegen die Balkan-Stars angesagt. Vier gute Gründe machen Mut für den Traum vom Halbfinale dann in Hamburg.
Begeisterung
„Berlin hat das Maximum rausgeholt“, sagt Abwehr-Ass Finn Lemke. „Aber hier merkt man doch, dass eine noch höhere Publikumszahl da ist.“ 6000 Zuschauer mehr passen in die Halle in Köln. Und die enthusiastischen Fans auf den Rängen geben alles, egal ob die Mannschaft in Führung, Rückstand oder auch in Unterzahl ist. „Das ist für uns alle eine irre Geschichte“, schwärmt Prokop. „Fakt ist, dass wir bei den nächsten Gegnern diese tolle Kulisse brauchen werden.“
Ausgeglichenheit
Kaum eine andere Mannschaft bei diesem Turnier ist auf allen Positionen so ausgeglichen besetzt wie die DHB-Auswahl. Egal, welcher Spieler auf die Platte kommt – es ist bisher kein gravierender Leistungsabfall erkennbar. So war WM-Neuling Matthias Musche im abschließenden Vorrundenspiel gegen Serbien sogar bester Werfer.
Defensive
„Was Finn, Bam-Bam und Peke da im Innenblock geleistet haben, war phänomenal“, sagt Andreas Wolff. Der Keeper meint Finn Lemke, Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler – die drei Abwehrspezialisten. Seit Turnierbeginn agiert die deutsche Defensive vor allem dank ihnen auf allerhöchstem Niveau.
Der Trainer
Christian Prokop hat sich verändert. Anders als noch beim EM-Debakel vor einem Jahr ist der Coach deutlich gelassener, kommunikativer – und vor allem bindet er seine Spieler nicht nur in der Vorbereitung auf die Partien stärker ein. Manche Dinge lässt er während der Partien sogar allein von der Mannschaft entscheiden.
Vier Mutmacher für das deutsche Team, die Fans und auch die Altstars. 2003 (WM-Finale) und 2004 (Olympia-Endspiel) gab es bittere Pleiten gegen Kroatien. Stefan Kretzschmar hat die bis heute nicht vergessen. Der Ex-Weltklasse-Linksaußen: „Ich musste in Berlin letztens den Gewinner einer Mini-WM auszeichnen und das war ausgerechnet Kroatien. Da kam alles wieder hoch.“
Also los, Jungs! Schlagt Kroatien für das Halbfinale, für euch, für uns alle.
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