Berlin gilt europaweit als Metropole für illegale Graffiti. Allein bei der BVG richteten Sprayer im vergangenen Jahr einen Schaden von vier Millionen Euro an. Doch immer mehr von den „Künstlern“ tauchen in den Untergrund ab.
Wohlstands-Bauch und schütteres Haar. Polizisten erwischten den Sprayer-Senior kurz nach der Tat. Er hatte sich unter einem Auto versteckt.
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Der Schmier-Veteran im Polizeigriff.
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Das Gepäck des Schmier-Veterans fanden Polizisten am Bahngleis. Er hatte den schwarzen Plastiksack mit Sprühdosen weggeworfen.
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„Lord“ ist das Tag des Sprayer. Auf den ersten Blick erkennt man das allerdings nicht.
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Bundespolizei und Landeskriminalamt (LKA) haben ihre Arbeit vom Schreibtisch immer mehr an die Gleisanlagen und Fassaden der Stadt verlagert. Die LKA-Ermittlungsgruppe „Graffiti in Berlin“, bestehend aus 14 Sachbearbeitern und zwei Tarifangestellten, setzt immer mehr auf operative Einheiten. Die derzeit noch aus vier Zivilkräften bestehende Sondereinheit trägt Kapuzenpullis und Spraydosen in Rucksäcken statt Uniformen. Die jungen Beamten schleichen sich so als Gleichgesinnte in die Szene ein, sammeln Informationen, knüpfen Kontakte und überführen die Sprayer auf frischer Tat.
Graffiti sind ein Riesenproblem in Pankow: die Bösebrücke.
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Graffiti sind ein Riesenproblem in Pankow: der Bahnhof Bornholmer Straße.
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Graffiti sind ein Riesenproblem in Pankow: Nazi-Parolen am Sowjetischen Ehrenmal mussten mit Tüchern verhängt werden.
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Graffiti sind ein Riesenproblem in Pankow: Auch der Gedenkstein an der Ostseestraße war schon das Ziel von Sprayern.
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Das Ernst-Thälmann-Denkmal ist mal wieder mit Graffiti-Geschmier überzogen. Die ständige Reinigung kostet viel Geld, sogar Bürger packten schon selbst an.
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Obwohl nur eine Handvoll LKA-Ermittler und zwei Teams der Bundespolizei etwa 2000 Sprayern in Berlin gegenüber stehen, scheint das Konzept zu fruchten. „Die Graffiti-Szene ist verunsichert, die Sachbeschädigungen sind rückläufig“, erklärt ein Ermittler.
Im vergangenen Jahr gab es 1332 Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung durch Graffiti – etwa 900 weniger als noch 2012. Und: Die neue Taktik bringt immer mehr Täter zur Strecke. Denn die Aufklärungsquote verbesserte sich von 57,7 Prozent (2012) auf 67,4 Prozent (2013).
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