Gina-Lisa Lohfink

Jetzt spricht ein Beschuldigter über die Vergewaltigungsvorwürfe

Wurde Gina-Lisa Lohfink vergewaltigt oder nicht?

Philippe Debionne_richtig
Lesezeit 2 Min
Gina-Lisa Lohfink im Gericht

Gina-Lisa Lohfink im Gericht

© imago/Olaf Wagner

Wurde Gina-Lisa Lohfink vergewaltigt oder nicht? Hat sie unschuldige Männer zu Unrecht eines Sex-Verbrechens beschuldigt oder nicht? Genau diese Fragen sollen derzeit von einem Berliner Gericht geklärt werden. Bislang äußerte sich ausschließlich das frühere Party-Sternchen Lohfink in der Öffentlichkeit, behauptet, mit KO-Tropfen willenlos gemacht worden zu sein. Jetzt spricht erstmals einer der beschuldigten Männer, der 32-Jährige Sebastian P. Er sagt: „Es waren keine Drogen im Spiel und es hat auch keine Vergewaltigung stattgefunden.“

Rückblick: Party-Veranstalter P. und ein Bekannter hatten 2012 Sex mit dem TV-Sternchen („Germany’s Next Top Model“). Die Männer filmten alles, feuerten sich an. Auszüge des seltsamen Videos landeten im Internet. Erst sehr viel später erstattete Lohfink Anzeige wegen Vergewaltigung. Im Mai 2014 wurde die Anklage aber fallen gelassen. Zwar erhielten die beiden Männer wegen Verbreitung der Videos Geldstrafen. Doch auch Gina Lisa erhielt eine Geldstrafe in fünfstelliger Höhe – wegen mutmaßlich falscher Vergewaltigungsvorwürfe. Weil sie diese Strafe aber nicht zahlte (Lohfink: „Eher gehe ich in den Knast!“), sehen sich alle Beteiligten der exzessiven Party-Nacht nun vor Gericht wieder.

„Ich war damals VIP-Manager in einem Berliner Club“, sagt Sebastian P. kurz vor dem nächsten Prozess-Tag im SAT1-Frühstücksfernsehen. „So um 5.30 Uhr hat es bei mir geklingelt und sie ist mich dann mit dem anderen angeblichen Tatverdächtigen besuchen gekommen.“ Er betont: „Es war von Anfang an klar, dass wir einen schönen Abend haben und alle Sex haben.“

Zwar ist auf dem Video zu hören, wie Gina-Lisa Lohfink „Hör auf“ murmelt, allerdings ist nicht zu erkennen, ob sich diese relativ ruhig und gelassen ausgesprochene Aufforderung auf den Sex oder das Filmen bezieht. Dazu Sebastian P.: „Ich habe nicht eine Sekunde gedacht, dass sich das „Hör auf“ auf den Sex beziehen könnte. Sie hat gesagt: Komm nicht so nah mit der Kamera, hör auf zu filmen!“

Weshalb ihn seine frühere Bett-Gespielin ihn erst sehr viel später und nach dem Auftauchen des Sex-Videos im Internet anzeigte, kann er sich nicht erklären. P. weiter: „Zum Verhalten von Gina-Lisa muss ich leider sagen, dass es nicht lobenswert ist, wenn ein Mensch vor Gericht lügt.“

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