Und ob! Heute kommen Piraten allerdings nicht mehr mit geblähten Segeln und Totenkopf-Fahnen daher. Sie brausen mit Schnellbooten heran, sind maskiert und mit Maschinengewehren bewaffnet.Eigentlich hat sich die Masche der Piraten seit Jahrhunderten nicht geändert. Sie kommen heimlich, überraschen die Schiffsbesatzung und sind nach ihrem Raubzug schnell und unauffindbar verschwunden. Meistens knacken sie nur den Schiffstresor und beklauen die Seeleute. Manchmal entführen sie aber auch die Besatzung und Passagiere. Dann verlangen sie ein saftiges Lösegeld von der Reederei, der das überfallene Schiff gehört.Moderne Seeräuber bringen selbst riesige Containerfrachter und Öltanker in ihre Gewalt. Und sie schaffen es sogar, diese Ozeanriesen auf Nimmerwiedersehen verschwinden zu lassen: Sie lackieren das Schiff schnell in anderen Farben und ändern den Namen. Dann können sie es mitsamt der Ladung verkaufen.Gegen diesen Schiffsklau haben sich die Reeder etwas einfallen lassen: Sie verstecken einen "Schiploc"- Sender an Bord. Dieses kleine Kästchen strahlt Signale aus. So kann man immer verfolgen, wo sich das Schiff gerade befindet. Auch wenn es von Piraten entführt, bemalt und umbenannt wurde. Zum Schutz vor Piraten fahren außerdem bewaffneteSicherheitsleute auf Schiffen mit.Bewährt haben sich auch Schallkanonen. Diese Apparate verschießen einen solchen Höllenlärm, dass die Piraten mit schlimmem Kopfweh schleunigst das Weite suchen. Elektrozäune an der Reling sind ebenso wirksam. Versucht ein Pirat, da drüberzuklettern, bekommt er einen heftigen Stromstoß und ist außer Gefecht.Die Piraten von heute leben meist in armen Ländern, an deren Küsten die großen Handelsschiffe vorbeifahren. Die Leute dort verdienen mit der Fischerei nur wenig Geld. Direkt vor ihrer Nase fahren ständig wertvolle, aber kaum bewachte Schiffe vorbei. So kommen manche der Küstenbewohner auf die verbrecherische Idee, sich eines der Schiffe zu schnappen.------------------------------Zwischenzeile: SEERÄUBER ÜBERFALLEN FRACHTER UND ÖLTANKER
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