Moabit - Er narrte als angeblicher Kinderdealer von erst 13 Jahren monatelang die Polizei. Ein Gutachter schätzte ihn dann auf "mindestens 21". Grinsend spazierte Hassan El-F. nun aus dem Gerichtssaal: Als angeblich 17-Jähriger und mit nur 18 Monaten auf Bewährung.Im Juni 2009 fiel er der Polizei erstmals auf: Hassan El-F. vertickte Drogen. U-Bahnhöfe in Kreuzberg und Neukölln waren sein Revier. Wurde er erwischt, legte er die Platte vom angeblich in Deutschland gestrandeten Kind auf: Angeblich 1997 in einem Flüchtlingscamp in Libanon geboren. Damit wäre er 13 und strafunmündig.Immer wieder landete Hassan beim Kinder-Notdienst - und entwischte meist noch am selben Tag. Frech handelte er weiter mit Heroin (KURIER berichtete). Im Juli 2010 kam er endlich in ein geschlossenes Heim, im September stellte ein Gutachter fest: "Er hat das Skelett eines Erwachsenen, ist mindestens 21 Jahre alt." Da wanderte er in die Zelle.Vor der Jugendrichterin kam Hassan El-F. mit einer neuen Variante: "Ich bin 1993 geboren." Also 17, zwar strafmündig, aber immer noch jugendlich. Die Richter nahmen es schnell hin: "Dafür spricht sein jugendliches Erscheinungsbild." Das Gutachten war vom Tisch!Acht Fälle des Drogen-Handels listete die Anklage auf. Einmal hatte El-F. 63 Gramm Heroin gebunkert. Zweimal leistete er Widerstand gegen Polizisten, war dabei einmal mit Schlagring bewaffnet. Er kam jetzt nach drei Monaten U-Haft wieder in Obhut des Jugendamtes - frei und grinsend übers Urteil.------------------------------
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