Geplanter Umbau

Macht der Zoo-Direktor den Tierpark Berlin zum Showpark?

Andreas Knieriem stellt jetzt seine Pläne für den Berliner Tierpark in Friedrichsfelde vor.

Norbert Koch-Klaucke
Lesezeit 2 Min
Tierpark-Chef Andreas Knieriem verrät jetzt, wie die Anlage schöner wird.

Tierpark-Chef Andreas Knieriem verrät jetzt, wie die Anlage schöner wird.

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Die Zeichen sind mehr als deutlich. Nach Knieriems Amtsantritt gab es vergangenen Sommer die erste Greifvogel-Show im Tierpark. Vor kurzem fand vorm Schloss Friedrichsfelde eine Pferdeschau statt. Und jetzt dürfen Besucher erstmals sogar ihre Lieblingstiere füttern.

So geht’s künftig weiter. Pfleger sollen in Shows zeigen und erklären, wie schlau und lernfähig die Tierpark-Bewohner sind. Guides führen Familien und Gruppen zu einigen der 7000 Tiere. Auch Abendführungen sind wohl geplant, wie es sie zu Pfingsten wieder gab. Auf dem Plan stehen spezielle Kinder-Programme (nicht nur in den Ferien). Ab Herbst gibt es als Attraktion das Baden der Dickhäuter im Elefantenhaus.

Damit Besucher die geplanten Tierwelten (nach Kontinenten aufgeteilt) bequemer erreichen können, gibt es bald nicht nur die Bimmelbahn. Weitere Fahrzeuge sind geplant, mit denen man auf Tierpark-Safari gehen kann.

Bis 100 Millionen Euro soll die Umgestaltung in den nächsten zehn bis 15 Jahren kosten. Merkwürdig, dass Knieriem sein 300 Seiten starkes Planwerk daher noch nicht im Abgeordnetenhaus vorstellte, so wie es geplant war. „Da der Senat noch immer keinen Plan für künftige Haushalte hat, macht sich Knieriem wohl zu recht Sorgen, was am Ende für den Tierpark herausspringen wird“, sagt Haushaltspolitiker Jochen Esser (Grüne).

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