Sicherheitspannen und Hitze führen zu Gepäck-Chaos
In der vergangenen Woche hatten gleich mehrere Vorkommnisse zu einem großen Kuddelmuddel gerade in Tegel geführt. Wegen Sicherheitspannen auf den Flughäfen München und Frankfurt / M.(der KURIER berichtete) kamen Maschinen mit Passagieren, aber ohne ihr Gepäck an – das wurde nachgeliefert und musste aus einem Riesen-Berg für jeden Fluggast herausgesucht werden. Die Rede war von 8000 Koffern und Taschen im „Baggage Center“.
Dazu kam die Hitze, die zusammen mit der hohen Gepäckmenge die Mitarbeiter fertigmachte: Die sogenannten Bodendienstleister hatten laut Gewerkschaft Verdi zeitweilig mit Krankheitsquoten von bis zu 28 Prozent bei Wisag und bei Aeroground von bis zu 40 Prozent zu kämpfen.
Personalnot im Baggage Center
Das führte dazu, dass Passagiere zwei Stunden und länger warten mussten, bis ihr Gepäck (bis zu vier Tonnen pro Urlaubsflieger) auf dem Band erschien. Eigentlich sollte der letzte Koffer 35 Minuten nach der Landung auf dem Band sein, was am Ferienende laut Flughafengesellschaft kaum zu halten sei.
Sie will angesichts der offenkundigen Personalnot der Gepäckfirmen ab Donnerstag mit zehn eigenen Leuten aushelfen, die sonst für die Kontrolle der Arbeiten da sind.
Auf die Schnelle neue Leute anzuwerben, sei schwierig, teilte Wisag mit: Die Bewerber müssen zunächst eine Sicherheitsprüfung durchlaufen. Allerdings wurde im Baggage Center von zwei auf drei Schichten umgestellt, um den Kofferberg abzutragen.
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