Bereits fünf Jahre trocken
Es ist kaum zu übersehen: Der Brunnen vor dem FEZ hat seine besten Jahre hinter sich. Die Mosaiksteinchen sind mit einem Grauschleier überzogen, die Metallverkleidung hat Patina angesetzt. Und auch innen bröckelt es: „Der Beton ist über die Jahre rissig geworden, die Wasserleitungen sind verrostet und kaputt“, sagt Thomas Liljeberg-Markuse, Geschäftsführer des FEZ. „Der Brunnen könnte gar nicht mehr sprudeln, denn das Wasser bleibt nicht im Leitungssystem, sondern läuft weg und versickert.“
Die Verkleidung hat Patina angesetzt.
© Thomas Uhlemann
Seit fünf Jahren ist der Brunnen schon trocken. Dabei war er einst ein echtes Prachtstück: Entworfen wurde er von Günter Stahn, der auch die Neubebauung des Nikolaiviertels ab 1980 realisierte. Im Wasser planschten schon Kinder, als das FEZ noch „Pionierpalast Ernst Thälmann“ hieß. Und Jahre später wurde er zur Filmkulisse: In „Good Bye, Lenin“ dirigiert Katrin Sass vor dem rauschenden Wasser einen Pionier-Chor.
Das Geld muss sprudeln
Zum 40. Geburtstag des Baus sollen die Wasserfontänen nun wieder plätschern. „Wir wollen den Brunnen in zwei Schritten sanieren. In diesem Jahr soll er zum Laufen gebracht werden, im kommenden Jahr steht dann eine Renovierung an, damit er schön aussieht“, sagt Liljeberg-Markuse.
Früher konnten Kinder im Wasser-Becken planschen.
© Privat
100.000 Euro soll die Sanierung kosten – 25.000 kommen vom Senat, weitere 15.000 von Sponsoren. „Uns fehlen 10.000 Euro für den ersten Schritt“, sagt er. Deshalb wurde nun eine Crowdfunding-Aktion gestartet, um Spenden zu sammeln. „Wir brauchen die Unterstützung der Bürger. Es ist ein Bürgerbrunnen, viele verbinden damit schöne Erinnerungen.“ Damit am sprudelnden Brunnen bald wieder Kinder spielen können, muss nun aber erstmal das Geld sprudeln.
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