„Es wurde mal Zeit, dass ich einen Elfer halte. Ich habe mir gesagt, den Ball habe ich jetzt. Dann bin ich in die richtige Ecke geflogen. Ich hatte es im Gefühl“, so Jarstein nach seiner Glanztat in der 85. Minute.
Umstrittener Elfmeter
Der Norweger musste sich beim Handelfer ganz lang machen. Dieser Strafstoß war aber umstritten. Verteidiger Karim Rekik flog in der 81. Minute ein Ball aus kurzer Distanz an die Fingerspitzen. Absicht lag da nie und nimmer vor. Der Video-Schiri und Referee Tobias Welz entschieden nach einer rund drei Minuten langen Analyse trotzdem auf Elfmeter.
Eine kuriose Entscheidung, doch Jarstein behielt in der Hektik eiskalt die Nerven. Unglücksrabe Rekik war überglücklich über die Rettungstat: „Rune hat uns die Punkte gerettet. Dafür muss ich ihm jetzt aber ein Essen ausgeben. Das hat er sich verdient.“
Nürnberg voll im Griff
Kein Sieg wäre auch wirklich unverdient gewesen. Denn Hertha hatte die Nürnberger eigentlich voll im Griff. In der 27. Minute das 1:0 durch den Vedator. Valentino Lazaro hatte sich wunderbar auf der rechten Seite freigespielt und scharf in die Mitte gepasst. Ibisevic brauchte nur reindrücken.
Doch auch da funkte der Video-Schiri dazwischen. Angeblich soll vor Lazaros Flankenlauf ein Foul vorgelegen haben. Die Überprüfung gab: Dem war nicht so. Ibisevic konnte also mit Verspätung über sein Goldenes Tor jubeln. „Ich freue mich, dass ich der Mannschaft mit meinem Treffer helfen konnte. Aber das ging nur durch Tinos starke Vorarbeit. Mein Tor war nur 50 Prozent, die anderen 50 Prozent des Sieges gehen auf Rune.“
Zufriedener Trainer
Der erste Dreier für die Blau-Weißen ist in Sack und Tüten und Trainer Pal Dardai natürlich zufrieden: „Dieser Sieg ist wichtig. Trotzdem hatten wir mit dem neuen System beim Spielaufbau in der ersten Halbzeit noch etwas Schwierigkeiten. Mit Ballbesitz müssen wir noch besser werden für das Offensivspiel.“
Dafür gibt es dann auch wohl nächste Woche noch einmal ein Video – für die Spielanalyse.
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