Gegen Köln

Los Union! Elf Punkte müssen's sein

So groß soll der Vorsprung auf den Gegner Sonntagabend nach dem Abpfiff sein.

Mathias Bunkus
Lesezeit 3 Min
So wollen wir heute Abend einen Vorsprung von elf Punkten auf den 1.FC Köln feiern.

So wollen wir heute Abend einen Vorsprung von elf Punkten auf den 1.FC Köln feiern.

© Matthias Koch

Es gibt so klassische Weisheiten im Fußball. Der Ball ist rund. Ein Spiel dauert immer 90 Minuten. Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift. Auch wenn im Zeitalter des Video-Assistenten das nicht mehr zu 100 Prozent gilt.

Für Union gilt es heute, eine Anleihe bei Buch-Autor und Sportreporter Sammy Drechsel zu nehmen. Sie wissen schon, der 1955 mit „Elf Freunde müsst ihr sein“ einen in Berlin-Wilmersdorf spielenden Klassiker landete. Das eiserne Motto für heute muss lauten: Elf Punkte müssen’s sein.

Denn genau darum geht es! Mit einem Sieg gegen die Geißböcke würde Union nicht nur sagenhaft anmutende 19 Zähler auf dem Konto haben, sondern der Vorsprung auf Rang 17 – also eben die Kölner – würde dann auf märchenhaft anmutenden elf Zähler anwachsen.

Beides wäre schon so etwas wie die halbe Miete im Kampf um den Klassenerhalt. Die restlichen drei Kicks vor der Winterpause wären dann eigentlich wie ein Bonusprogramm für die Köpenicker. Nimmt man gerne mit, weil ja nüscht anderes zu tun ist. Feiert alles Zählbare, was rausspringt. Nutzt sie ansonsten zur Weiterentwicklung – beispielsweise in dem noch nicht vollständig im eisernen Betriebssystem installierten Programm „Wie punkte ich auch auswärts regelmäßig“. Und geht dann hocherhobenen Hauptes in den mehr als verdienten Weihnachts-Kurzurlaub.

Für dieses Vorhaben trifft es sich gut, dass Schlussmann Rafal Gikiewicz grünes Licht für seinen Einsatz gibt. Auf Schalke hatte er sich ja im Duell gegen Amine Harit eine Knieblessur zugezogen und konnte daraufhin Anfang der Woche nicht richtig trainieren. Hier gab Chefcoach Urs Fischer Entwarnung: „Er konnte die letzte Tage alles mitmachen im Training.“

Das konnte Keven Schlotterbeck bekanntermaßen nicht. Seine Knieverletzung stellte sich als Bänderriss heraus, der ihn bis zum Rückrundenstart außer Gefecht setzen wird. Folglich schlägt wohl die Stunde von Florian Hübner, der erstmals seit der Relegation gegen den VfB Stuttgart wieder in der Startelf stehen wird. Was Fischer natürlich nicht bestätigt. „Er könnte ein Option sein“, meinte der Schweizer gewohnt nichtssagend.

Die Alternativen wären Michael Parensen (denkbar) oder Nicolai Rapp (unwahrscheinlicher). Es sei denn Fischer stellt auf die in Köpenick inzwischen nahezu in Vergessenheit geratene Viererkette um. Egal wie. Putzt die Domstädter einfach von der Platte. Damit es heißt: Elf Punkte müssen’s sein.  

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