Gegen den ISIS-Terror

Berlin: Großrazzia bei den Emir-Jüngern

ISIS-Terror: Elf Wohnungen in Berlin nach Beweisen gegen Ismet D. und Emin F. durchsucht ...

Alexander Schmalz
Lesezeit 2 Min
200 Polizisten durchsuchten elf Adressen in Berlin, um weitere Beweise gegen zwei Berliner ISIS-Unterstützer zu sichern.

200 Polizisten durchsuchten elf Adressen in Berlin, um weitere Beweise gegen zwei Berliner ISIS-Unterstützer zu sichern.

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Im Visier standen Konvertiten und Muslime, die sich in einer Moabiter Hinterhof-Moschee von Ismet D. (41) radikalisiert haben sollen.

Am Freitag hatte die Polizei den selbst ernannten „Emir von Berlin“ und seinen Finanzchef Emin F. (43) wegen Vorbereitung einer Gewalttat in Syrien festgenommen.

Den beiden wird vorgeworfen, die Terror-Miliz „Islamischer Staat“ („IS“) unterstützt zu haben. Sie sitzen weiterhin in U-Haft.

Ab 6 Uhr morgens schlug die Polizei zeitgleich in Wohnungen in der Gerichtstraße, Pankstraße und Wiesenstraße erneut gegen die islamistische Logistik-Zelle zu. Auch in Marzahn, Neukölln, Potsdam und Thüringen wurden die Beamten fündig.

Bei den fünfstündigen Durchsuchungen wurden Notebooks, Tablets, Handys, Festplatten, USB-Sticks bei elf Männern und einer Frau sichergestellt.

Die Polizei vermutet auf den Datenträgern weitere Beweise gegen Ismet D. und Emin F. „Die Betroffenen der Durchsuchungen gelten nicht als Beschuldigte, standen aber in engem Kontakt zu den beiden“, erklärt ein Polizeisprecher.

Bisher hatten Ermittler Quittungen für Nachtsichtgeräte und zwei Flug-Tickets in die Türkei gefunden. Offenbar wollte sich Ismet D. absetzen.

Der Polizeisprecher: „Auch nach einer ersten Auswertung vom Freitag liegen keine Anhaltspunkte vor, dass sie Anschläge in Deutschland planten.“

Ismet D., der zur Tarnung einen Familien-Verein gründete, soll in der Moabiter Moschee Hicret Cami junge Männer radikalisiert haben. Sein Netzwerk ist in fünf Jahren bis auf 30 „Jünger“ angewachsen.

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