Das Landesdenkmalamt hat die vergessene Mauer nun in seinem Register aufgenommen. Das teilte Kultur-Senator Klaus Lederer (Linke) mit. Denn die 80 Meter lange Anlage aus Ziegelsteinen, die wohl zu einer Fabrik gehörte, ist von historischer Bedeutung.
Fund am S-Bahnhof Schönholz
„Sie dokumentiert, wie in der ersten Zeit des Mauerbaus vorhandene Gebäudeteile für die schnelle Absperrung der Grenze genutzt wurden“, sagt Bernhard Kohlenbach vom Landesdenkmalamt.
Er hat keine Zweifel, dass die jüngst entdeckte Ur-Mauer, die am S-Bahnhof Schönholz angrenzt, dazu gehört. „Die dort vorhandenen V-förmigen Träger für den Stacheldraht fanden wir auch auf Fotos, die die ersten Mauerteile an der Bernauer Straße zeigen.“
Alle Zweifel beseitigt
Der Sensationsfund sorgte weltweit für Aufsehen. Experten stritten sich um die Echtheit. Denn der Mauerstreifen befindet sich in Reinickendorf, also im einstigen West-Berliner Gebiet. „Das kam 1988 durch einen Gebietsaustausch zustande“, so Kohlenbach.
„Die DDR wollte die Grenzanlagen verbessern, um Fluchten zu verhindern. So rückte das Mauerstück, das vorher in Pankow stand, in den Westen.“
Mauer-Entdecker Bormann ist froh, dass nun alle Zweifel beseitigt sind. Um den Schutz und den Erhalt seines Fundes wird sich der Bezirk Reineckendorf im Auftrag des Landesdenkmalamtes kümmern.
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