Allein vergangene Woche sind zwei neue Fälle bekannt geworden. Betroffen sind von der Leberentzündung vor allem homosexuelle Männer. Anders als beim HI-Virus bieten Kondome keinen Schutz vor einer Ansteckung - Schmierinfektionen auf fäkal-oralem Weg sind auch damit noch möglich.
Hepatitis A ist vor allem in Entwicklungsländern verbreitet. Anders als bei anderen Hepatitis-Formen sind zwar keine Langzeitfolgen zu befürchten. Mit Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchschmerzen sowie einer Gelbfärbung von Haut und Augen sorge Hepatitis A dennoch für ein starkes Krankheitsgefühl, sagte die Expertin für Aids und HIV am Berliner Robert Koch-Institut, Viviane Bremer. „Da ist man über Wochen wirklich abgeschlagen, nicht arbeitsfähig.“
Normalerweise würden eher einige kleine Ausbrüche in Deutschland beobachtet, oft Einzelfälle. Einen bis dato größeren Ausbruch unter Schwulen gab es 2008/2009 in Barcelona - mit rund 150 Fällen. 2003 war München betroffen, zudem gab es Häufungen in Großbritannien und Skandinavien. In Berlin waren vor 20 Jahren einmal rund 40 Menschen betroffen. (tku/dpa)
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