„Offline“ heißt die neue Pro7-Sendung von Palina. Aber die Israel-Folge wurde jetzt auf unbestimmte Zeit verschoben. Stattdessen zeigt der Privatsender am nächsten Donnerstag eine Ausgabe des Klatschmagazins „red!“.
Palina steht voll hinter der Entscheidung. „Während unserer Dreharbeiten in Tel Aviv wurden wir unfassbar herzlich und mit offenen Armen empfangen. Umso mehr gilt mein Mitgefühl nun den Menschen im Krisengebiet“, sagt die Moderatorin.
Der Gaza-Konflikt beherrscht auch massiv Berlin. Nachdem in der Al-Nur-Moschee ein Iman gegen Israel hetzte (gegen ihn ermittelt nun die Staatsanwaltschaft), auf Demonstrationen judenfeindliche Parolen skandiert wurden, drohen die antisemitischen Proteste noch schärfer zu werden.
Die Polizei rechnet vor allem morgen mit Krawallen. Denn 1500 Demonstranten wollen sich am „al-Quds-Tag“ beteiligen. Er wurde nach dem arabischen Namen für Jerusalem benannt. 1979 hatte der iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini ihn zum Feiertag ausgerufen. An diesem Tag sind Muslime weltweit aufgefordert, für die Zerstörung Israels und der Befreiung Jerusalems zu demonstrieren.
Das soll wohl auch auf der Berliner „al-Quds-Tag“-Demo am Freitagnachmittag geschehen. Der Protestzug geht vom Adenauer- bis zum Wittenbergplatz. Fast zeitgleich gibt es zwei Gegen-Demonstrationen.
Auch heute wird protestiert. Am Pariser Platz und am Kottbusser Tor wollen linke Gruppen am Abend ihre „Solidarität mit Palästina“ bekunden. Um 23 Uhr ist eine „Kerzen“-Demonstration auf dem Hermannplatz geplant.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com