Gastronomen müssen ab Januar Ergebnisse der letzten Kontrolle an der Tür aushängen

Ekel-Wirte ab 2011 überall am Pranger

R. GORNY
Lesezeit 1 Min

Berlin - Schmuddel-Wirte müssen jetzt nicht nur in Pankow zittern. Senat und Bezirke wollen eine Ekel-Liste für ganz Berlin einführen.Lange Zeit hatten sich die Verhandlungen wie ein lappiges Steak in die Länge gezogen. Nun wird als ehrgeiziges Ziel für die Einführung des Internet-Prangers der 1. Januar 2011 genannt. Pankows Stadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne) zum KURIER: "Dieser Termin ist machbar."Auf Landesebene werden nun das Gaststätten- und das Informationsfreiheits-Gesetz geändert. Danach werden Wirte künftig verpflichtet, das Ergebnis der letzten Lebensmittel-Kontrolle an der Eingangstür auszuhängen. Kirchner: "Das Gleiche gilt auch für Imbisse, Fleischereien und Bäckereien." Bußgelder bis zu 10 000 Euro drohen. Die Mitarbeiter der Bezirke sollen für ihre Außeneinsätze Laptops bekommen.Pankow hatte im März 2009 als erster Bezirk eine Ekel-Liste eingeführt. 4688 der insgesamt 6623 Lebensmittel-Betriebe wurden im Vorjahr dabei beanstandet. 71 Firmen mussten schließen.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema