Gasbomber

Das Rudower Rumms-Duo

Staatsanwalt sicher: Sie wollten einen Geldautomaten in die Luft jagen

Kerstin Rebien
Lesezeit 2 Min
Die Angeklagten vor Gericht.

Die Angeklagten vor Gericht.

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Zehn Monate später sahen sie sich im Gerichtssaal an, als wären sie sich völlig fremd. Sven T. über S.: „Ich kenne seinen Namen, mehr aber auch nicht.“ S. sei kein Kumpel, nicht einmal ein Bekannter. Falko S. grinste breit – und verweigerte die Aussage.

Die brenzlige Situation am 18. März auf dem U-Bahnhof. Um 2.30 Uhr bohrten Gangster auf dem Zwischendeck den Geldautomaten an. Sie leiteten Gas ein und schütteten eine 20 Meter lange Spur aus Brandbeschleuniger, um das Gas aus der Ferne zu zünden.

Doch BVG-Mitarbeiter hatten verdächtige Geräusche gehört und die Polizei alarmiert. Ein Beamter konnte in letzter Sekunde die Lunte austreten. Das gescheiterte Rumms-Duo machte sich aus dem Staub.

Für S. und T. klickten im Juli die Handschellen. Für sie nicht neu: Beide saßen bereits als Gewalttäter im Knast. Im Prozess geht es um weitere Taten, darunter Einbrüche in einen Biomarkt mit 30 000 Euro Beute und in eine Mode-Boutique.

In der Wohnung von T. hatte man geklaute Kleidung aus dem Geschäft im Wert von 10 500 Euro entdeckt. Er gab vor Gericht den Ahnungslosen: „Mehrere Leute haben einen Schlüssel, ich bin da großzügig.“ Auch von Drogen in seinem Wohnzimmer, gefunden im Juli, will er nichts gewusst haben. Prozess-Fortsetzung: Mittwoch. KE.

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