Gegen 20 Uhr fährt Matthias D. (Name geändert) mit seiner Familienkutsche, einem Ford Galaxy, die A10 entlang. Als die Klimaanlage ein wenig klappert, denkt der Mann an nichts Böses. Doch auf Höhe der Autobahnauffahrt Schwanebeck/Barnimer Kreuz züngeln urplötzlich Flammen aus dem Motorraum. Sofort bringt D. den Wagen zum Stehen, springt heraus und versucht, das Feuer zu löschen.
Die Explosion war kilometerweit zu hören
Schicksal oder doch nur Zufall? In diesem Moment fährt ein Bekannter von Matthias D. an ihm vorbei. Der Mann bremst, springt aus seinem Fahrzeug und zerrt D. laut einem Augenzeugen von seinem brennenden Fahrzeug weg.
Und rettet ihm so das Leben. Denn nur Sekunden später gibt es eine gewaltige Explosion, die den Ford Galaxy in die Luft katapultiert. Dann kracht das nun voll in Brand stehende Fahrzeug mit einem dumpfen Knall auf die Leitplanke. Die Explosion soll nach Angaben eines Reporters vor Ort kilometerweit zu hören gewesen sein. Als die alarmierte Feuerwehr eintrifft, ist von der Familienkutsche nur noch die rauchende Karosserie übrig.
Gas-Autos grundsätzlich nicht unsicherer
Bislang ist völlig unklar, weshalb der Wagen in Brand geriet. Die Ursache für die Explosion scheint hingegen klar zu sein: Der Ford war auf Gasbetrieb umgerüstet. Als die Flammen den Tank mit dem hochentzündlichen Treibstoff erreichten, kam es schließlich zur Explosion.
Grundsätzlich seien „Gas-Autos nicht unsicherer als Fahrzeuge, die mit Benzin angetrieben werden“, heißt es beim ADAC. Das sei bei unterschiedlichen Crash- und Feuertests des Automobilclubs festgestellt worden.
Allerdings wurden zuletzt über 35 000 Autos des Herstellers VW zurückgerufen. Grund hierfür war eine mögliche Durchrostung der in den Autos verbauten Gastanks.
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