Gangster winseln vor Gericht

Richter schickt tolldreiste Rummsbande in den Knast

Die Täter bettelten vor Gericht um Gnade.

Kerstin Rebien
Lesezeit 2 Min
Ein Mitglied der Rummsbande vor Gericht.

Ein Mitglied der Rummsbande vor Gericht.

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Eine Jammer-Orgie am Freitag vor dem Richter. Husein C. (26): „Was wir gemacht haben, war falsch.“ Adnan H.: „Ich bitte um Entschuldigung.“ Schwergewicht Hüseyin M. (27): „Ich nahm damals alles nicht so ernst, bitte um eine Chance.“

Sieben Mal machten sie blitzartig Beute. 90 Sekunden bis drei Minuten, um in einem Elektronikmarkt oder Tabakladen satte Beute zu machen. Handys und Zigaretten waren ihre „Spezialität“. Sie rafften von Ende 2012 bis März Diebesgut im Wert von rund 140 000 Euro zusammen.

Vor dem Richter saßen sieben Komplizen, fünf davon der harte Kern. Adnan H., der einen Späti in Wedding betrieb, kümmerte sich um Tatfahrzeuge. Bei den Brüchen gingen sie in unterschiedlicher Besetzung ans Werk. Der Richter: „Als ihnen die Polizei schon ganz nah auf der Spur war, gingen sie zum Gegenangriff über.“

Der dreiste Bruch in der Prinzenallee in Wedding. Zwei Zivil-Fahnder observieren die Bande – getarnt als Spaziergänger. Der Richter: „C. hatte die Beamten und ihren Audi gesehen und erkannt, dass es sich um Polizei handelt.“ C. und Mohammad A. (27) schlugen die Scheiben ein, räumten aus.

Peinliche Polizei-Panne: Die Diebe fanden auch eine Pistole. Der Richter: „Aber ihnen war schnell klar, dass die Beute zu heiß ist.“ Die Knarre warfen sie in einen Kanal und gaben der Polizei einen anonymen Tipp. Stunden später saßen sie in der Zelle. Die Urteile: Für C. vier Jahre vier Monate, die anderen Haft von 22 Monaten bis zu drei Jahren und zehn Monaten. KE.

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