Gaffer-Irrsinn

Erst mal ein Foto

Selfies mit Rettungshubschrauber nach Moped-Crash

Claudia Wilms
Lesezeit 2 Min
Das Bild macht fassungslos: Da wird ein Mensch beim Unfall verletzt – und die Leute haben nichts anders zu tun, als vor dem Rettungs-Hubschrauber zu posieren.

Das Bild macht fassungslos: Da wird ein Mensch beim Unfall verletzt – und die Leute haben nichts anders zu tun, als vor dem Rettungs-Hubschrauber zu posieren.

© Andreas Meyer Lizenz

Ein Crash Sonnabendmittag am Großen Stern: Ein Moped-Fahrer war ohne Fremdeinwirkung ins Straucheln geraten. Dann jedoch in ein Auto gerutscht. Da kommt neben dem Rettungswagen zur Sicherheit auch „Christopher 31“ und der landete direkt vor dem Sockel der Goldelse. Sicherlich spektakulär.

Dass Passanten in so einem Moment kurz rüberschauen ist vollkommen normal. Vielleicht auch ein längerer Blick. Polizei und Feuerwehr sind da einiges gewöhnt. Manchmal glaubt man, dass die Leute einfach nur spinnen.

Was Sonnabend war, schlägt dem Fass den Boden aus. Ein Spanier hockte sich lässig auf die Kufe des ADAC-Hubschraubers. Als wäre es das normalste von der Welt. Seine Freundin machte ein Foto davon, dann war sie an der Reihe und schob sich lächelnd mit ausgestreckter Brust ins Bild.

Auch andere Typen ließen sich nicht abhalten, machten Selfies mit dem Handy, schlichen um den Rettungshubschrauber und knipsten durch die Fenster. Einfach nicht zu fassen. Bilder, die mit Sicherheit im Internet landen. Die Sensations-Gier ist auch im Netz grenzenlos.

Zum Glück ging der Unfall für den Mopedfahrer glimpflich aus. Er hatte nur leichte Verletzungen, konnte nach ambulanter Behandlung aus dem Krankenhaus.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema