Union-Kolumne

Fußball-Gott mit nur einem Spiel – bei Union Berlin brauchten andere viel länger

Das spektakuläre Debüt von Matheo Raab geht als bleibendes Kapitel in die Geschichte des 1. FC Union ein.

Berliner KURIER Andreas Baingo
Lesezeit 4 Min
Union Berlins Torwart Matheo Raab (M.) bejubelt mit seinen Teamkollegen den Endstand von 0:1.

Union Berlins Torwart Matheo Raab (M.) bejubelt mit seinen Teamkollegen den Endstand von 0:1.

© Silas Stein/dpa

Hätte sich jemand etwas so Verrücktes einfallen lassen, was Matheo Raab passiert ist, hätten die meisten die Augen verdreht. So etwas kommt eher in Hollywood vor, nicht aber im realen Leben. Für die meisten ist das zu dick aufgetragen. Bundesligadebüt mit 27 Jahren. Nach vielen Rückschlägen und etlichen Verletzungen. Dazu in einer schwierigen Situation für den Verein. Der unmittelbare Kontrahent auf der Torhüterposition gerade als Nummer 1 in die „Elf der Legenden“ aus 60 Jahren 1. FC Union Berlin gewählt und nur wegen einer im Training erlittenen Fußverletzung nicht einsatzbereit. Eine neuerliche Niederlage mochte sich lieber niemand vorstellen, weil sonst der Druck im Abstiegskampf vor dem Gastspiel bei Rekordmeister Bayern München um weitere Pascal zugenommen hätte. Alles zusammen ist das nur eines: Gaga!

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