Und zwar an Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach. Für vier Millionen Euro Ablöse. Der Grund: Schulz – seit dem Jahr 2000 Herthaner und damit bei den Fans mit hohem Sentimental-Wert besetzt – inszenierte den klassischen Abschiedspoker.
Bei Hertha hatte der Junioren-Nationalspieler nur noch bis Sommer 2016 Vertrag. Aber er verweigerte eine Vertragsverlängerung (ein finanziell verbessertes Drei-Jahres-Angebot lag auf dem Tisch, geschätzte 700 000 Euro Grundgehalt). Und wurde deshalb vom knallharten Cheftrainer Pal Dardai als verzichtbare Größe deklariert.
Manager Michael Preetz, der liebend gerne einen hohen Berlin-Anteil in der Truppe halten würde, verhandelte nach diesen deutlichen Zeichen völlig emotionslos. Angebote wurden sortiert. Mini-Ablösen mehr oder weniger grußlos abgelehnt.
Dann klingelte Gladbachs Manager Max Eberl an. Der Rest ging rasend schnell. Nächste Woche wird der Deal verkündet.
Schulz startet bei der Borussia mit Trainer Lucien Favre (Ex-Hertha) dem Vernehmen nach mit einem siebenstelligen Grundgehalt. Der Blitz-Deal ist bis auf winzige Details dicht. Und weil alles so sauber ablief, bleibt Schulz auch fürs Augsburg-Spiel im Hertha-Kader.
Mit den Ablöse-Millionen geht Preetz jetzt noch intensiver als sowieso schon auf Torjäger-Suche. Der ungarische Flügelspieler Balasz Dzsudzsak steht nach KURIER-Informationen aktuell aber nicht an der Spitze der Einkaufsliste. LOR/MS
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