Für Notfälle

Die Dose, die Leben rettet

Sie ist klein, grün-weiß und enthält wichtige Infos.

Jeanette Bederke
Lesezeit 2 Min
Die Apothekerin Ulrike Fitzke zeigt in ihrer Apotheke in Fürstenwalde eine der neuen Notfalldosen. 

Die Apothekerin Ulrike Fitzke zeigt in ihrer Apotheke in Fürstenwalde eine der neuen Notfalldosen. 

© dpa

„Seit ich die Dose habe, fühle ich mich sicherer“, sagt die allein lebende Doris Voll. „Sollte ich mal gesundheitlich in Not geraten, haben die Retter sofort alle wichtigen Informationen“, so die 64-Jährige weiter.

Das sei ja auch der Sinn der Notfall-Dose, sagt Hans-Christian Karbe, Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates Oder-Spree, der sich für die kleine Dose stark macht. Und auch wenn der Kühlschrank zunächst als ungewöhnlicher Aufbewahrungsort erscheint: Ihn findet jeder schnell. 

2000 Notfalldosen im Landkreis Oder-Spree

„Über den Seniorenbeirat Großbeeren (Teltow-Fläming) hatte ich von der Notfall-Dose gehört. Der wiederum kannte sie aus Nordrhein-Westfalen“, berichtet Karbe. Er begann, für dieses Hilfsmittel über die Arbeiterwohlfahrt, in Gemeindevertretungen und sogar im Kreistag zu werben.

Karbe konnte auch Apotheker überzeugen, die Dose für wenige Euro zu verkaufen. Denn: „Da geht jeder irgendwann mal hin, so erreicht die Dose den Nutzer am besten“, sagt er. Er schätzt, dass im Landkreis Oder-Spree bereits rund 2000 Notfalldosen in den Kühlschränken stehen.

Mehr Sicherheit durch die Dose

Die Idee sei grundsätzlich gut, allerdings müssten die Informationen auch stets gepflegt und auf dem neuesten Stand sein, gibt Ulrich Schwille, Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Oder-Spree, zu bedenken. „Wir wollen erst einmal Erfahrungen sammeln, bevor wir die Notfall-Dose weiter empfehlen.“
Das Brandenburger Gesundheitsministerium hingegen begrüßt Hilfsmittel wie die Notfall-Dose, vor allem für allein lebend ältere Menschen oder auch Mütter mit kleinen Kindern.

Auch Doris Voll empfiehlt die Dose weiter. Sie kann sich noch gut dran erinnern, dass sie vor Jahren schon einmal den Notarzt hatte rufen müssen. „Was einem in so einer Stresssituation dann alles für Fragen gestellt werden, die kann man doch gar nicht alle beantworten“, sagt die 64-Jährige. Doch dank ihrer neuen Dose fühlt sich Doris Voll nun einfach sicherer.  

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