Die Wirte, die (noch) im „Mecklenburger Dorf“ ihre Imbiss- und Getränkestände betreiben, haben schon erste Auswirkungen des Eigentümerwechsels zu spüren bekommen. „Es wurden bereits Bohrungen durchgeführt, um den Baugrund zu erkunden“, sagt Simone Lange vom „Café Coe am Wasser“. Sie ist darauf eingestellt, dass im Oktober Schluss ist und dann die Bagger anrücken. Der Internetseite des Investors ist zu entnehmen, dass 27 Millionen Euro investiert werden – auf 10000 Quadratmetern für das Luxus-Wohnprojekt „Generalshof“.
Dabei ist Optima nicht der erste Investor, der das Areal zwischen Alter Spree und Bahnhofsstraße bebauen wollte. Bereits 2000 hatte eine Firma Pläne für 109 Wohnungen mit Tiefgarage und Balkonen angekündigt – mit Spreeblick direkt am Wasser. Rund 30 Millionen Mark sollten damals verbaut werden. Bei der Ankündigung blieb es, irgendwann verrottete das Bauschild hinter Brennnesseln.
Als „Freiluftgaststätte Mecklenburger Dorf“ war es 1973 anlässlich der Weltfestspiele errichtet worden. Urige Holzhütten, robuste Sitze und Tische sowie eine stilisierte Windmühle waren das Markenzeichen. Die alten Hütten wurden Ende der 90er Jahre abgerissen. Mit kurzfristigen Pachtverträgen und zwei Nummern kleiner als das Original ging es aber weiter mit dem „Mecki“, wie viele Köpenicker sagen – doch demnächst soll nun Schluss sein.
„Zur Fußball-WM werden unsere Gäste aber noch unserem Nationalteam zujubeln können“, verspricht Wirtin Simone Lange.
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