Am Freitag (20.30 Uhr) können die Blau-Weißen gegen Werder Bremen noch einen draufsetzen, sich auf den Platz an der Sonne ballern. Zumindest für eine Nacht.
Ein zweiter Dreier wäre nicht nur Doping für das Selbstvertrauen der Blau-Weißen, er wäre auch historisch. Denn zwei Siege zum Saisonstart gab es bei 32 Anläufen noch nie!
Augsburg-Siegtorschütze Salomon Kalou: „Es ist enorm wichtig, gut zu starten. Letztes Jahr haben wir das leider nicht geschafft. Siege geben Selbstvertrauen.“
Sebastian Langkamp nimmt hingegen etwas Druck vom Kessel: „Alles ist gut. Wir sollten jetzt ein bisschen Demut walten lassen. Wir haben zwei vernünftige Spiele abgeliefert mit den passenden Ergebnissen. Wir wissen, dass auch wieder andere Zeiten kommen. Wir dürfen das nicht überbewerten.“
Stimmt natürlich, aber den historischen Heimsieg gegen die Bremer will der Abwehrturm natürlich trotzdem.
Von oben die Liga grüßen: Was gibt es Schöneres? Wenn es auch nur für ein paar Stunden ist.
Schon am Sonnabend könnten Wolfsburg, Leverkusen, Gelsenkirchen und die Bayern wieder vorbeiziehen. Was soll’s.
Mit den Großen der Liga kann Hertha, wenn alles normal läuft, am Ende der Saison sowieso nicht mithalten.
In der Bundesliga sind die ersten sechs Plätze schließlich an die Klubs mit den vollgestopften Geldkoffern vergeben. Aber dahinter wird es spannend.
Da versucht jeder, irgendwie seine fußballerische Lücke zu finden. „Von Platz sieben bis 18 kann alles passieren“, sagte Hertha-Trainer Pal Dardai.
Eine erfolgreiche Saison bedeutet für Hertha, dass man nichts mit dem Abstieg zu tun hat, kein Zittern und kein Bangen aufkommt. S
echs Punkte zum Start wären ein beruhigendes Polster, um dann ohne Druck zum dicken Fisch nach Dortmund zu fahren.
Anschließend ist Länderspielpause. Zeit, mögliche weitere Neuzugänge einzuspielen. Aber erst mal heißt es: Heimsieg gegen Bremen. BEL
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