Storch kündigte in ihrer Rede massiven Widerstand gegen den Islam und gegen die Integrationspolitik der Bundesregierung an. „Unser Schicksal entscheidet sich an einer Frage: Wie halten wir es mit dem Islam? An dieser Frage entscheidet sich nicht nur, ob wir unsere Kultur bewahren, sondern ob wir unsere Zivilisation erhalten“, sagte sie und fügte hinzu: „Wenn wir in der Neuzeit leben und mit der Steinzeit Kompromisse machen, landen wir im Mittelalter.“
Auf den zweiten Listenplatz wurde nach stundenlanger Vorstellung der Kandidaten am Samstagabend der Physiker und Berliner Abgeordnete Gottfried Curio gewählt. Keiner der anderen Bewerber für die Listenplätze zwei bis fünf, die mit einem Wahlgang bestimmt werden sollten, erreichte beim ersten Durchgang die nötige Mehrheit, wie ein Sprecher sagte. Die Ergebnisse der Stichwahl zwischen den sechs bestplatzierten Kandidaten sollten erst am Sonntagvormittag bekanntgegeben werden.
Die Berliner AfD könnte zwischen zwei und vier Bundestagsabgeordnete stellen, falls sie ein Ergebnis um die zehn Prozent erzielt.
Zu Beginn des Parteitags hatte der zweite AfD-Landesvorsitzende Georg Pazderski interne Debatten seiner Partei als schädigend angeprangert und zu mehr Einigkeit aufgerufen. „Wer sich lieber mit den eigenen Eitelkeiten und Befindlichkeiten befasst als mit den Sorgen der Bürger, der wird keine Stimmen gewinnen“, sagte Pazderski.
In den vergangenen Wochen habe man den Eindruck gewinnen können, „dass wir uns lieber mit uns selbst und den eigenen Parteifreunden als mit dem politischen Gegner beschäftigen“, kritisierte Pazderski. „Und da nehme ich mich selbst gar nicht aus“, fügte er hinzu. Nach einigem Hin und Her hatte Pazderski entschieden, sich nicht als Kandidat für die Bundestagswahl zu bewerben.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com