... das Team alle sieben Minuten eine Torchance rausspielt: Alle sieben Minuten? Ja, so ist der Plan von Dardai. Keine überhasteten Aktionen, sondern sauber, cool und mit Geduld. Das wären rund 13 Gelegenheiten pro Partie. „Wenn Du daraus zwei Tore machst und hinten keinen kriegst, dann reicht das“, erklärt Dardai.
... die Offensivkräfte sich geschickter bewegen: Stürmer Kalou muss noch mehr seine Beine benutzen, mehr springen (Kopfball) und laufen. Hegeler darf nicht in den Trott der letzten Saison verfallen. Das Spiel in Bielefeld weckte nämlich ganz dunkle Erinnerungen. Der Trainer hat nach Spiel eins aber noch Verständnis für den Zehner: „Es gibt solche Tage. Ich habe mit ihm geredet. Er ist ein langer Typ. Da ist das manchmal mit der Körperbeherrschung nicht so einfach.“ Bleiben noch die beiden Außen: Stocker und Beerens... Ihre Ersatzkräfte Schulz und Haraguchi wirbelten gegen müde Arminen mehr.
... die Defensive immer (wirklich immer) absichert: Weit aufgerückt, den Ball laufen lassen, so will Dardai das von seinen Profis sehen, aber bei Ballverlust müssen die Blau-Weißen noch sicherer stehen. Bielefeld eroberte einige Bälle und konterte. Der Zweitligist wurde nicht wirklich gefährlich, aber in der Bundesliga gibt es ein Dutzend Teams, das nur auf diese Situationen lauert. „Das Tempo ist viel höher. Da wird jeder Fehler bestraft“, warnt der Coach.
... mehr Standards rausgeholt werden: Drei Ecken, ein Elfer gibt es zwar nicht in der Bundesliga, aber Herthas Ecken strahlen wieder mehr Gefahr aus. Plattenhardt mit links von rechts und Darida mit rechts von links. „Wir brauchen mehr Ecken. Es ist nicht immer leicht, aus dem Spiel heraus Chancen zu erspielen“, weiß Dardai und lobt Spezialist Platte: „Marvin schlägt gute Standards, er hat das geübt. Das ist eine Waffe.“
... personell nachlegt wird: „Ich will keine große Hektik aufkommen lassen. Aber es wird bestimmt etwas passieren“, kündigt Dardai weitere Transfers an. „Es ist nicht so einfach. Hätten wir den Klassenerhalt früher geschafft, hätten wir früher Spieler anbaggern können.“
„Der Sieg gibt Ruhe und Hoffnung“, sagte Dardai. Der TÜV ist erstmal bestanden. Jetzt geht es für den Trainer daran, die weiteren Mängel zu beseitigen.
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