Berlin - Sonntag, Tatort-Zeit. Die Nation fiebert zum Beispiel bei Simone Thomalla mit. Doch auch die TV-Kommissarin muss zugeben, dass echte Krimis nur bei den Füchsen mit ihrem Freund Silvio Heinevetter im Tor ablaufen. Das 24:24 gegen Flensburg-Handwitt war an Spannung nicht zu überbieten.60. Minute, die Spielzeituhr ist abgelaufen. Die Füchse bekommen einen Siebenmeter. Conny Wilczynski, der zuvor keine einzige Sekunde gespielt hat, tritt an - und wirft den Ball an den Pfosten. 9000 Fans in der ausverkauften Schmelinghalle (darunter auch die Fußballer Dominic Peitz/Union und Herthas Peter Niemeyer) sind entsetzt. Der dramatische Höhepunkt einer Handball-Schlacht. "Eigentlich mag ich das. Es ist das erste Mal, dass ich in so einer Situation verworfen habe", sagte der Ösi-Star. Punktverlust? Oder Punktgewinn? "Wenn man in letzter Sekunde den Sieg vergibt, bleibt ein fader Nachgeschmack", meinte Sven-Sören Christophersen.Schon nach der ersten Halbzeit (10:13) war Ernüchterung eingekehrt. "Wir lagen gefühlt mit sechs Toren zurück", erklärte Manager Bob Hanning.Doch die Füchse kämpften, hatten bei doppelter Überzahl die Chance, davonzuziehen (21:21/50.). Klappte nicht. Hanning: "Da haben wir, vorsichtig ausgedrückt, unglücklich agiert." So kam es zum Showdown, bei dem auch Mikkel Hansen mitzitterte. Der Weltstar aus Dänemark war in der Halle. "Aber nur privat", schwört er dem KURIER, "ich stehe in Kopenhagen unter Vertrag, besuche nur meinen Freund Torsten Laen." Na dann ...------------------------------BU (3): Die Füchse verpassten durch den vergebenen Siebenmeter von Conny Wilczynski (o.l.) den Sieg. Torwart Silvio Heinevetter ist fassungslos, Mikkel Hansen (o.r.) ist nur zu Besuch in Berlin.24:24
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