Füchse

Stochl (39) verrät seine Hexer-Geheimnisse

Der Torwart-Oldie schwört auf autogenes Training, Familie und Eishockey.

BK
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Wieder hat Petr Stochl einen Ball gefischt. Im Finale der Klub-WM in Katar brachte er auch die Ungarn aus Veszprem fast zur Verzweiflung.

Wieder hat Petr Stochl einen Ball gefischt. Im Finale der Klub-WM in Katar brachte er auch die Ungarn aus Veszprem fast zur Verzweiflung.

© imago/Camera 4 Lizenz

Wenn ihm die harten Lederbälle mit 120 Sachen um die Ohren fliegen, ist Stochl in seinem Element. „Ich habe es einige Zeit mit autogenem Training probiert. Das hat mir geholfen. Ich bin seither vom Kopf her bereit, richtig locker ins Tor zu gehen. Wenn du das nicht kannst, bist du als Handball-Torwart falsch“, erklärt der Tscheche Stochl, der sich mit Silvio Heinevetter den Platz im Füchse-Kasten teilt.

Von den Fans immer wieder beklatscht, bestaunt und geliebt, brilliert der gebürtige Pilsner mit unglaublicher Reaktionsschnelligkeit und Beweglichkeit. Der bald 40-Jährige hat auch dafür eine Erklärung: „Mit acht Jahren habe ich mit dem Handball begonnen. Ich wollte Torwart werden. Mein damaliger Coach hat mit mir immer wieder Dehn- und Reaktionsübungen trainiert. Das hat mir bis zum heutigen Tag geholfen. Ich habe keine Probleme, schnell auf das Parkett zu klatschen und blitzartig auf Schüsse zu reagieren.“

Dazu kommt: Bis zu den Junioren fuhr der Diplomsportlehrer zweigleisig. Neben dem Handball- hütete er auch das Eishockeytor. „Dann musste ich mich entscheiden, ich ging zum Handball. Eishockey ist aber weiter meine Lieblingssportart.“
Aber auch an einem Stochl geht es nicht spurlos vorbei, immer wieder Topleistungen zu bringen. Er verrät: „Nach der vergangenen Saison war ich ein bisschen müde. Ich bin mit meiner Familie in unser Haus nach Pilsen gefahren, habe mich fünf Wochen nicht um den Handball gekümmert. Jetzt fühle ich mich wieder frisch.“ Wie frisch er ist, bewies er in der vergangenen Woche.

Gut für die Füchse, für die Tschechiens Nationaltorwart in der zehnten Saison aktiv ist: Stochl hat noch lange nicht fertig. „Mein Vertrag läuft aus. Ich will aber noch ein oder zwei Jahre bleiben.“ Stochls Vorbild ist sein Landsmann und Eishockey-Legende Dominik Hasek: „Er hat 20 Jahre in der NHL gespielt und stand mit 46 Jahren noch bei Spartak Moskau im Tor. Vielleicht halte ich meine Form wenigstens bis 43.“ M.H.

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