Was auch immer Velimir Petkovic in den vergangenen Tagen gemacht hat, es war das richtige. Denn im Vergleich zum 18:21 in Göppingen zum Auftakt der diesjährigen Spielzeit waren die Füchse gestern Abend in der Auseinandersetzung mit Minden weitaus energischer, weitaus geschlossener in ihrer Mannschaftsleistung, siegten 29:27. Wenngleich die 6 420 Zuschauer in der Schmelinghalle doch wieder durch ein paar kleine Schwächephasen ihres Teams beim Klatschpappenschlagen gelegentlich aus dem Rhythmus kamen.
Hannings Wunschspieler
Grundsätzlich war aber wieder etwas mehr Tempo und Finesse im Spiel der Füchse. Vor allen Dingen dank Jacob Holm, der in seiner zweiten Bundesligapartie andeutete, über welch großartige Möglichkeiten er verfügt. In der 19. Minute beispielsweise feuerte er den Ball, nachdem er einen Mindener mit einer kurzen Körpertäuschung versetzt hatte, ins gelbe Netz, worauf Gästecoach Frank Carstens beim Stand von 11:8 für die Füchse gleich mal eine Auszeit nahm.
Holm, absoluter Wunschspieler von Füchse-Manager Bob Hanning, kam in der zweiten Hälfte immer besser in Schwung, avancierte gar zum Spieler des Spiels, machte insgesamt acht Tore, wusste zudem als Taktgeber zu überzeugen. Nach der Partie gab er Folgendes zum Besten: „Es war ein tolles Gefühl, hier heute zwei Punkte zu holen. Unsere stabile Abwehr und eine gute erste und zweite Welle haben uns den Sieg gesichert. Für mich war es vor allem beeindruckend, in so einer Halle und vor dieser Kulisse zu spielen.“ Die Entscheidung, den Rückraumspieler schon ein Jahr früher zu holen trägt allem Anschein nach schon jetzt Früchte.
„Jacob hat heute ein richtig gutes Spiel gemacht. In Göppingen war er noch nervös, aber heute war das schon viel besser. Er muss das mit der taktischen Disziplin natürlich noch lernen“, sagte wiederum Petkovic. Und im Hinblick auf das Spiel gegen Flensburg-Handewitt am kommenden Dienstag: „Das wird ein ganz anderes Spiel. Und wir müssen sicherlich noch ein bisschen was ändern und besser spielen, um da bestehen zu können.“
Simak gibt den Lindberg
Aber auch andere Zugänge konnten glänzen: Kreisläufer Marsenic mit seiner Wucht, Keeper Malte Semisch mit ein paar Paraden bei unterschiedlichsten Wurfsituationen des Gegners. Zudem wussten auch Christoph Reißky (vier Tore) auf der für ihn doch eher ungewohnten Position des rechten Rückraumspielers und Frederik Simak zu gefallen. Simak im Besonderen von der Siebenmeterlinie als Ersatz für Hans Lindberg.
Nur das mit der Defensive hatte Petkovic gar nicht gefallen, sein Mittelblock spielte nicht wie gewünscht. Bis Flensburg sind ja aber noch ein paar Tage Zeit.
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