„Das war unsere große Chance, einer tolle Saison zu krönen. Wir haben sie viel zu leichtfertig verspielt“, schiebt Manager Bob Hanning Frust. Sah kurz nach dem Spiel bei den Füchsen gar nicht danach aus. Auf dem Vorplatz der Max-Schmeling-Halle mischten sie sich unter ihre Anhänger. Einige, Kapitän Petr Stochl beispielsweise, mit einem Becher Bier in der Hand und einem Lächeln auf dem Gesicht. Sie posierten für Erinnerungsfotos, unterschrieben Bälle und machten einen recht entspannten Eindruck.
Bedenkt man, was sich zuvor, in der Halle abgespielt hatte, wirkte die lockere Stimmung fehl am Platz. Paul Drux: „Für Platz drei wird es jetzt nicht mehr reichen.“ Viel schlimmer: die Füchse können von Glück reden, dass Magdeburg ebenfalls einen Punkt liegen ließ und nicht vorbeizog.
„Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht alles kaputt machen“, mahnt Trainer Velimir Petkovic. Nachdem verlorenen EHF-Pokalfinale ist den Füchsen auch in der Liga die Leichtigkeit abhandengekommen.
Petkovic sieht eine Müdigkeit der Spieler als Hauptgrund für den Leistungsabfall. Dass manche mit dem Kopf ganz woanders gewesen seien, spiegelt wider, dass die Füchse mental und körperlich nicht so bereit waren wie ihre jeweiligen Gegner. Das wirft die Frage auf, wie so etwas passieren kann. Die Aussicht, sich erstmals seit 2012 wieder für Europas höchste Spielklasse qualifizieren zu können, müsste doch Motivation genug sein.
(JLO)
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