Die Sonne hat auch Hobby-Gärtner Wolfgang Schwaß (78) zu seinen Beeten gelockt. In der Kleingartenanlage „Bahn-Landwirtschaft“ (Wedding) greift er zum Spaten. Noch ein prüfender Blick zum Himmel. Kein Wölkchen ist zu sehen. An den Weiden-Blüten summen schon fleißig die Bienen. „Die Natur beginnt aufzublühen. Jetzt kann die Gartenarbeit richtig losgehen“, sagt er.
Michaela und Saskia haben reichlich Pflanzen gekauft.
© Thomas Lebie
Nachbar Günter Grützner (77) ist fleißig dabei, altes Laub aus den Beeten zu holen. Stolz ist er auf seine Hochbeete, in dem bereits die Erdbeerpflanzen vom Vorjahr kommen. Im Mai will er Tomaten pflanzen. „Früher lohnt sich noch nicht. Es kommen bestimmt noch kalte Nächte“, meint er.
Werner und Brigitta Rowold pflanzen die gerade gekauften Stiefmütterchen in ihr Blumenbeet.
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Da sind Brigitta und Werner Rowold (beide 73) aus der Kleingartenanlage „Famos“ nahe der Bornholmer Straße optimistischer. Stiefmütterchen werden gepflanzt, die Beete für die Frühkartoffeln klar gemacht. „Bohnen, Rote Beete, Erbsen – wir setzen auf Altbewährtes“, sagt das Ehepaar. Bevor aber das Beackern losgeht, müssen erst einmal Pflanzen gekauft werden.
Mit dem Rechen macht Günter Grützner die Beete wieder schön.
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Und so herrschte gestern in den Gartenmärkten ein regelrechter Kundenansturm. Was der Garten-Trend in diesem Jahr ist? Er geht ins Mediterrane. „Zum Beispiel sind Olivenbäume oder Zypressen bei vielen Berliner gefragt“, sagt Frank Burk (38), Garten-Chef von Hellweg am Ostbahnhof.
„Und für ihre Balkone holen sich besonders junge Leute Hochbeete, um dort Küchenkräuter anzupflanzen.“ Reichlich Pflanzen haben auch Michaela und Saskia aus Friedrichshain für ihren Hofgarten gekauft. Vor allem Hortensien sind bei ihnen der Renner. „Sie locken so schön die Bienen an“, sagen die Frauen.
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