Ein Hauch von Frühling weht durch Berlin. Hat jetzt auch Hertha BSC den Winterschlaf beendet? Die Aufstiegschancen wurden schlichtweg in den vergangenen drei kalten Monaten verpennt. Das böse Erwachen gab es bei der 2:5-Blamage vergangenen Sonntag beim SC Paderborn. Jetzt soll alles im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (Sonntag, 13.30 Uhr) munterer werden …
Absturz begann Anfang Dezember
Es ist eine Punktebilanz des Horrors: Alles fing mit dem 0:2 gegen den damaligen Tabellenletzten 1. FC Magdeburg am 7. Dezember an. Davor hatten die Blau-Weißen eine Siegesserie gestartet, und als Höhepunkt gab es eine 6:1-Pokal-Gala gegen den 1. FC Kaiserslautern. Waren da schon einige Profis zu sehr abgehoben?
Nach der Magdeburg-Pleite gab es ein 3:3 in Fürth und ein 1:1 gegen Bielefeld. Trainer Stefan Leitl ging schon da leicht angefressen in die Winterpause: „Wir wollten die 30er-Marke, jetzt sind es nur 28 Punkte geworden.“
Hertha-Trainer Stefan Leitl konnte es nicht fassen, wie willenlos sein Team in Paderborn unterging.
© IMAGO/Ulrich Hufnagel
Die Aufholjagd sollte dann zum Rückrundenstart mit den Spielen gegen die direkten Konkurrenten folgen. Doch es folgten drei Unentschieden, ein Sieg in Elversberg und danach zwei Pleiten. Seit dem unglücklichen Pokal-Aus gegen den SC Freiburg (5:6 n.E.) war der Leitl-Truppe der Stecker gezogen.
Abstiegsverdächtig: Acht Punkte aus neun Spielen
2:3-Heimpleite gegen Hannover und dann dieses Lustlos-Spiel in Paderborn. Hertha holte aus den letzten neun Liga-Spielen nur acht Punkte. Das ist eher die Bilanz eines Abstiegskandidaten.
Aufwachen, Hertha-Profis! Es sind noch elf Spiele und die Saison ist noch nicht gelaufen, obwohl der Aufstieg abgehakt ist. Ab sofort steht jeder Spieler auf dem Prüfstand. Leitl: „Jetzt geht es darum, bestmöglich abzuschneiden. Ich will eine deutliche Reaktion meiner Mannschaft im Heimspiel gegen Nürnberg sehen.“
Leitl sortiert jetzt gnadenlos aus
Es wird jetzt härter bei Hertha, oder man kann es auch so sagen: Der Frühjahrsputz im Kader hat begonnen. Wer jetzt nicht spurt und rennt, ist draußen. Leitl will genau sehen, wer bereit ist, alles für den Klub zu geben, um schon eine Mannschaft mit willensstarken Spielern für die nächste Saison zusammenzustellen. Wenn das nicht klappt, wird im Mai bei den Klub-Bossen auch über Leitl nachgedacht …
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