Bodenfrost bis minus fünf Grad
In der Nacht zu Freitag, so die Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bleibt es allerdings zunächst trocken. Erst ballen sich die Wolken am Himmel, später zeigt sich die Nacht sternenklar - und dann können die Werte deutlich unter die Frostgrenze sinken. In Bodennähe könnten örtlich nur minus fünf Grad gemessen werden. Autofahrer sollten sich auf Glätte durch überfrierende Nässe oder Reif gefasst machen.
Wären wir nicht mitten im Dezember, könnte man am Freitag von Aprilwetter sprechen: Bis zum Mittag scheint häufig die Sonne, dann ziehen Wolken auf und bei nur zwei bis vier Grad zieht im Nordwesten der Region Regen oder Schneeregen auf. Erst in der Nacht zu Sonnabend ist auch in den übrigen Landesteilen mit Regen oder Schneeregen zu rechnen. Dabei bleiben die Lufttemperaturen allerdings knapp oberhalb der Frostgrenze, während die Werte am Boden knapp unter die Null-Grad-Marke sacken könnten.
Am Wochenende steigen die Temperaturen wieder
Am Wochenende ist es mit diesem Hauch von Winterwetter aber auch schon wieder vorbei: Die Höchstwerte steigen am Samstag bis sechs, am Sonntag sogar bis neun Grad an, und die Nächte bleiben frostfrei. Immer wieder ist mit Regen zu rechnen, am Sonnabend auch mit Windböen. Ab Sonntagnachmittag klart es jedoch nach und nach auf.
Die vierte Adventswoche gibt uns nun einen Ausblick auf das Weihnachtsfest. Noch ist es für eine glasklare Prognose zu früh, aber der Trend spricht immer deutlicher gegen Flocken zu Heiligabend oder den Weihnachtsfeiertagen. Die vorausgesagten Höchstwerte bewegen sich deutlich oberhalb der Frostmarke, und derzeit sieht es nicht einmal nach Nachtfrost aus.
Weihnachten 2010: Autos und Züge blieben im Schnee stecken
Anfang nächster Woche könnten die Höchstwerte sogar wieder satt zweistellig werden - ein Albtraum für alle Glühwein-Budenbetreiber. Auch in früheren Zeiten war weiße Weihnachten etwas ganz besonderes, in den Jahren fortschreitender Klimaerwärmung zehrt die Hoffnung auf so ein Ereignis aus ferner Erinnerung: 2010 war es zuletzt soweit. In vielen Orten wurden deutschlandweit Schneehöhenrekorde gemessen, ICEs blieben in den weißen Massen stecken und vielerorts brach der Verkehr komplett zusammen. Ein solches Szenario, soviel können wir aus heutiger Sicht sagen, werden wir 2019 nicht erleben.
Wer auf Schnee nicht verzichten kann, muss derzeit schon ganz hinauf ins Hochgebirge: An der Zugspitze finden Skifreunde satte Schneehöhen von bis zu 100 Zentimeter vor. In den höheren Lagen der Mittelgebirge reicht es derzeit nur für 25 Zentimeter, und beispielsweise im Harz muss man den Schnee derzeit mit der Lupe suchen. Kalendarisch startet der Winter zwar ohnehin erst am 22. Dezember, aber winterliche Verhältnisse sind auch dann weit und breit nicht in Sicht. JSt
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