Freundin Martina hilft gegen Feinde Beim Weltcup in Salt Lake ist Pechis Rückkehr mehr als frostig

Claudia Pechstein

Kai-Uwe Zickerick
Lesezeit 2 Min

Salt Lake City - Heute startet Claudia Pechstein Teil 2 des großen Comeback-Plans beim Weltcup in den USA. Über die 5000 m will sich die 38-jährige Berlinerin für die Einzelstrecken-WM Mitte März in Inzell qualifizieren.Keine leichte Aufgabe: Pechi startet nach der zweijährigen Unrechts-Sperre wegen erhöhter Blutwerte nur in der B-Gruppe, muss gegen schwächere Konkurrenz eine Zeit bringen, die sie unter die besten 16 Läuferinnen der Saison bringt. Gewinnt sie die B-Gruppe, darf Claudia in zwei Wochen beim Weltcup in Heerenveen/Holland ran.Der Start in Salt Lake verlief aber alles andere als gut. Ein Schneesturm sorgt für Chaos. Claudias Freund Matthias Große und Manager Ralf Grengel kamen gar nicht erst an, steckten in Denver fest. In Salt Lake City selbst fiel vor dem Hotel ein LKW um, Schneemassen sorgen für Ausnahmezustand.Den gibt es auch unter den Kolleginnen. Nicht jede - auch nicht im deutschen Lager - empfing sie mit offenen Armen. Stephanie Beckert, die neue deutsche Langstrecken-Hoffnung, kann man nicht gerade als Pechstein-Freundin bezeichnen. Richtig hastig wird es mit den Holländern. Bart Veldkamp: "Es ist einfach ekelig. Manchmal sitzt ein Geschwür im Körper, mit dem man leben muss. Die Eisschnelllaufwelt muss hiermit leben. Ich hoffe, es gibt qualitativ gute Dopingkontrollen."Ganz anders Martina Sablikova. Die Tschechin, Nummer 1 über 3000 und 5000 m, ist seit Jahren mit ihrer Vorgängerin befreundet, nahm sie gleich nach der Ankunft in Utah lange in die Arme. Pechi: "Ihre Freundschaft bedeutet mir wirklich viel."------------------------------BU: Martina Sablikova mit der Krone für Tschechiens Sportlerin des Jahres.

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