Einfach schon deshalb, weil es kein Testspiel ist, sondern vollkommen ernst zur Sache geht. Und Barca – unter dem Parkett genauso wie auf dem grünen Rasen nur mit ganz großen Erfolgen zufrieden – wartet seit 2010 auf einen Euroleague-Titel.
Als bestes Vorrunden-Team kommt Barca mit einem 76:68 im Clasico über Real Madrid – jaja, auch wie im Fußball – mit Rückenwind. Kassierte aber zuletzt zwei überraschende Auswärtspleiten in der spanischen Liga. Ist das Albas Chance nach der gelungenen Silvester-Generalprobe mit dem 82:56 (38:22) über den Mitteldeutschen BC?
Eher nicht. Auf europäischer Ebene knallt Barca seine Kontrahenten mit durchschnittlich zwölf Punkten Vorsprung weg. Unter dem Korb regiert der kroatische 2,17-m-Riese Ante Tomic mit dem noch einen Zentimeter größeren deutschen Nationalmannschafts-Center Tibor Pleiß. Die US-Boys Justin Doellman, Deshaun Thomas und der Brasilianer Marcelinho Huertas fragen frech: „Wer von uns soll euch denn wegballern?“ An guten Tagen duscht ein Team wie Barca selbst die tapfersten Albatrosse locker ab.
Aber da war doch noch was. Das Wunder vom 8. Oktober. Wunder. Also sagt Alba-Coach Sasa Obradovic: „Natürlich ist Barcelona der große Favorit, wir sind der Außenseiter. Aber deshalb muss man nicht ängstlich agieren.“ Vier Punkte Rückstand, zehn Sekunden vor Schluss – das wär doch was.
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