Das Rote Rathaus wird nächsten Monat zur ersten Station des neuen WLAN-Netzes. Gerade klärt die Senatskanzlei mit dem Denkmalschutz, wo Antennen angebracht werden dürfen. Fest steht schon, dass sie rot sein müssen wie das Rathaus selbst. Damit die historische Gesamt-Erscheinung nicht zerstört wird.
In einer ersten Runde sollen 160 Standorte bis Jahresende mit Antennen ausgerüstet sein – etwa Bürgerämter und Bibliotheken. Geplant ist, dass am Ende 650 Stationen zur Verfügung stehen. Freies Surfen soll dann im Umkreis von 250 Metern um die installierten Router möglich sein. Handelseinig wurde der Senat letztlich mit der Firma „abl social federation“ aus Fürth. Es ist das Ende von siebenjährigen Planungen, in deren Verlauf etliche Unternehmen entnervt ausstiegen (KURIER berichtete).
Viele Berliner werden aber noch länger auf Gratis-WLAN warten müssen. Denn für ein flächendeckendes Angebot – wie in Heidelberg – wären rund 5000 Hotspots nötig. Die Opposition ätzt deshalb, dem Senat sei nur ein „Miniatur-Netz“ gelungen.
Das Projekt kostet den Steuerzahler 178000 Euro. Der Rest soll sich über kurze Werbe-Clips beim Surfen finanzieren. MOW
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