Schupos an den Beckenrand!

Politiker fordern Polizei-Einheit für Freibäder

Marcel Luthe will, dass die Polizei sich um Sicherheit in Bädern kümmert.

Mike Wilms
Lesezeit 2 Min
Security-Männer mit Hund sind im Prinzenbad auf Patrouille. 

Security-Männer mit Hund sind im Prinzenbad auf Patrouille. 

© imago stock&people

FDP-Politiker Marcel Luthe fordert bessere Konfliktlösung in Freibädern

Nicht abwegig klingt das für den FDP-Politiker Marcel Luthe. Er fordert, dass sich in Berlin über die Sommerzeit eine eigene Einsatzhundertschaft der Polizei um die Sicherheit in den Bädern kümmert. Bisher würden die Beamten draußen gehalten: Der Senat überlasse die Konfliktführung privaten Sicherheitsunternehmen. Unter diesen Voraussetzungen seien Konflikte programmiert. Massenschlägereien, Kids besetzten den Sprungturm, Badelatschen-Schläge für Bademeister – das ist alles schon passiert.

Vorfälle in Freibädern sind eher selten

Doch so dramatisch die Vorkommnisse klingen: Es sind Einzelfälle, wenn man sich die Zahl der Einrichtungen (rund 60, mit Hallenbädern) und der Badegäste (2018: 6,7 Millionen) vor Augen hält. In den letzten Jahren sei die Situation friedlicher geworden, sagt zumindest Matthias Oloew, Sprecher der Berliner Bäder. Grund sei, dass man „hinreichend viel“ für die Sicherheit unternehme. So fließe Jahr für Jahr ein hoher sechsstelliger Betrag in Sicherheitsleute. Das Sicherheitskonzept sei nicht mehr pauschal für alle Bäder, sondern auf die einzelnen Einrichtungen zugeschnitten worden. Viele Securitymänner haben türkische oder arabische Wurzeln. Darin sieht man den Vorteil, dass Diskussionen mit Beckenrand-Pöblern auch mal in Fremdsprachen geführt werden können. 

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