Französisch schlemmen im "Le Piaf" am Schloss Charlottenburg

Spitzen-Koch Claude Trendel lädt ein

BK
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Claude Trendel schwenkt sein Weinglas, schnuppert einen Augenblick daran - und schlürft den Riesling dann in ganz langsamen Zügen. "Frisch und rassig", schwärmt der Chefkoch vom Restaurant "Le Piaf".Essen und guten Wein - mehr braucht man nicht zum Glücklichsein! Davon ist der Koch mit Leib und Seele überzeugt. "Essen ist für uns Franzosen nicht nur Nahrungsaufnahme", sagt der sympathische Spitzenkoch und ergänzt schmunzelnd: "Wenn wir geboren werden, dann werden wir damit geboren, dass wir gern essen und gern Wein trinken." Letzteres kauft der Wein-Kenner am liebsten bei Andreas Schiechel vom "Vinum-Spezialitätenkontor" (www.vinumberlin.de) "Hier gibt es 600 Weine aus ganz Europa, mit dem Schwerpunkt auf Frankreich, was mir als Elsässer natürlich besonders gefällt", sagt Claude Trendel. Schon als Knirps stand der Gourmet gern in der Küche seiner Mutter. "Ich habe sämtliche Backrezepte ausprobiert, mit zehn Jahren schon die Geburtstagstorten für die ganze Familie gebacken", erinnert er sich. Nachdem seine fünf Cousins eine Kochlehre begonnen hatten, entschied auch Claude sich für die Hotelfachschule. Schon mit 17 Jahren sammelte er Erfahrungen in einem Drei-Sterne-Hotel in Gstaad, mit 18 Jahren in einem Fünf-Sterne-Hotel im Nachbarort Schönried (Schweiz). Der Militärdienst verschlug ihn schließlich nach Berlin, wo er nach seiner Armeezeit 1996 in der Nähes vom Schloss Charlottenburg sein Restaurant "Le Piaf" eröffnete. Claude Trendels Koch-Motto: "Ich möchte einfach ein gutes Essen zaubern. Ein Gericht muss harmonisch und abgerundet im Geschmack sein."90 Prozent sind Stammgäste: "Ich liebe es, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen", schwärmt Trendel. "Wenn ich Austern auf der Karte habe, dann erkläre ich genau, woher sie kommen und wie ich sie zubereite. Wenn ich dann sehe, wie den Gästen schon bei meiner Beschreibung das Wasser im Munde zusammenläuft, ist das für mich das schönste Kompliment."Sein persönliches Leibgericht? "Ach, es gibt so viele Sachen, die schmecken", sagt der Vater eines siebenjährigen Sohnes. "Früher war es die Fleischschnake bei Oma, eine Art Maultaschen." Heute möge er vor allem Schmorgerichte - wie Coq au Vin mit Sauerkraut.Auch in seiner Freizeit steht der leidenschaftliche Koch gern am Herd. "Daheim ist man immer besonders entspannt. Dieses Bedürfnis, ein gutes Essen zu zaubern, ist einfach ganz tief in mir drin." Da kann es schon mal passieren, dass seine Frau ihn liebevoll aus der Küche bugsiert. "Jetzt hast du mal Feierabend, Schatz!"------------------------------BU: CLAUDE TRENDEL KAUFT SEIN GEMÜSE NUR FRISCH EIN.

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