Unfassbar Bluttat

Mann tötet seine Kinder – und schickt seiner Frau ein Video

Im Osten Frankreichs erschießt ein Mann seine zwei kleinen Söhne und seine Schwiegermutter. Bevor er sich selbst richtet, schickt er Aufnahmen der Tat an seine Frau.

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Gendarmen sichern das Grundstück im französischen Dorf Gy, nachdem dort die Leichen von vier Familienmitgliedern gefunden wurden.

Gendarmen sichern das Grundstück im französischen Dorf Gy, nachdem dort die Leichen von vier Familienmitgliedern gefunden wurden.

© Arnaud Finistre / AFP

Unfassbare Bluttat in einem Dorf in Frankreich: Ein 42-Jähriger hat seine beiden Söhne, sechs und zehn Jahre alt, und seine Schwiegermutter getötet. Die Tat soll er gefilmt und das Video seiner Ehefrau geschickt haben – bevor er sich selbst erschoss. Das Paar steckte mitten in der Trennung.

Vier Tote in Gy: Die Kinder lagen in einem Lieferwagen

Den Notruf setzte der Vater selbst ab. Gegen 20 Uhr meldete er der Gendarmerie, er habe seine Kinder getötet. Als die Beamten das Grundstück oberhalb des Dorfes Gy erreichten, fanden sie vier Leichen – die der Erwachsenen in einem Bungalow, die der Kinder in einem daneben geparkten Lieferwagen.

Bei den Toten handelt es sich um die beiden Jungen, den 42 Jahre alten Vater und die 74-jährige Mutter seiner Ehefrau. Die Familie lebte in einem Mobilheim neben dem Haus, das sie gerade in dem Dorf im Osten Frankreichs baute.

Schock in dem 1000-Seelen-Dorf Gy im Osten Frankreichs. Ein 42-Jähriger hat seine kleinen Söhne, seine Schwiegermutter  und anschließend sich selbst getötet.

Schock in dem 1000-Seelen-Dorf Gy im Osten Frankreichs. Ein 42-Jähriger hat seine kleinen Söhne, seine Schwiegermutter  und anschließend sich selbst getötet.

© Arnaud Finistre / AFP

Der Vater tötete seine Jungen mit einem Jagdgewehr

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Vesoul wurden die beiden Kinder und der 42-Jährige mit einem Jagdgewehr getötet, die Autopsien sind angeordnet. Die Ermittler gehen davon aus, dass „der Familienvater, der sich in einem Trennungsverfahren befand, den drei anderen Personen den Tod gebracht hat, bevor er die Waffe gegen sich selbst richtete“, heißt es in der Mitteilung.

Ein Video der Tat an die Ehefrau

Zum Ablauf des Abends gibt es bislang nur Schilderungen aus dem Umfeld. Ein Mann, der sich der Nachrichtenagentur AFP nahe des Tatorts als Cousin des 42-Jährigen vorstellte, sagte, die Schwiegermutter sei gekommen, um die Kinder abzuholen. 

Der Vater habe die Tat gefilmt und die Aufnahme seiner Frau geschickt, mit den Worten: „Das ist es, was du verdienst.“

Danach habe er die Bilder auch an seine Brüder weitergeleitet. Dass ein Video an Angehörige verschickt wurde, bestätigte der AFP eine mit dem Fall vertraute Quelle.

Der Cousin schilderte der AFP auch die Vorgeschichte: Seine Partnerin habe den 42-Jährigen verlassen wollen, seit er sie vor einigen Monaten betrogen habe. Zwischenzeitlich hätten sich beide offenbar versöhnt und den Sommer gemeinsam in Griechenland verbracht.

Am Mittwoch aber habe die Frau ihre Mutter gebeten, die Kinder zu holen – sie wolle nicht mehr dorthin zurück. Offiziell bestätigt ist das noch nicht.

Fassungslosigkeit im Dorf

Ein Nachbar der Familie sagte der AFP, am schwersten wiege der Tod der beiden Jungen. Sie hätten Fußball gespielt, seien im Pool gewesen, mit dem Roller unterwegs. Nichts werde diese Gewalt erklären, sagte er weiter. Der Vater sei ein guter Mensch gewesen, der gearbeitet, seine Kinder geliebt und an seinem Hund gehangen habe.

Die Familie lebte übergangsweise in einer Baracke neben dem Haus, das sie gerade in dem Dorf Gy baute.

Die Familie lebte übergangsweise in einer Baracke neben dem Haus, das sie gerade in dem Dorf Gy baute.

© Arnaud Finistre / AFP

Ein weiterer Anwohner beschrieb den 42-Jährigen gegenüber dem Sender ICI Besançon als höflich und respektvoll, er habe für die Gemeinde gearbeitet.

Der Gemeinderat der 1000-Einwohner-Gemeinde sagte alle festlichen Veranstaltungen und ein geplantes Wochenend-Feuerwerk ab. Für die Mitschüler der beiden Jungen wurde eine psychologische Betreuung eingerichtet.

Hilfe bei Suizid-Gedanken

Hilfe bei Suizidgedanken oder seelischen Krisen bietet die Telefonseelsorge rund um die Uhr, kostenlos und anonym unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 sowie unter www.telefonseelsorge.de.

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