Das ergab eine Forsa-Umfrage (mehr als 1000 Teilnehmer), die dem KURIER exklusiv vorliegt. Danach fieberten nur 27 Prozent der Berliner bei Jogi & Co. mit, bundesweit waren es 47 Prozent. Für Forsa-Chef Manfred Güllner (75) kommt dieses Ergebnis wenig überraschend: „In Berlin identifizieren sich die Menschen weniger mit dem Fußball als etwa bei Schalke oder Dortmund. Dort sind die Stadien fast immer ausverkauft.“ Im Ruhrgebiet lag die Zahl der EM-Fans entsprechend bei 64 Prozent. Ins Olympiastadion (74 228 Sitzplätze) kamen letzte Saison bei Heimspielen der Hertha im Durchschnitt 46 700 Zuschauer. Ausverkauft war’s nur gegen Bayern und Dortmund. In Berlin ist allerdings auch mehr los als im Rest der Republik.
Bei Wählern der CDU/CSU war die Fußball-Begeisterung bundesweit mit 57 Prozent am größten. Der Wert bei den Linken lag lediglich bei 42 Prozent.
Forsa-Chef Manfred Güllner
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Täglich fragt Forsa: „Was ist heute das für sie wichtigste Ereignis?“ Laut Güllner dürfen bei diesem „Themen-Radar“ drei Antworten gegeben werden. Olympia gehörte nur für 28 Prozent der Berliner zu den Top-Drei. Damit liegt Berlin wieder unter dem Bundesdurchschnitt von 32 Prozent. Güllner über die schwachen Quoten: „Bei der Inflation von Disziplinen und deren Eigenheiten ist es schwer, den Durchblick zu behalten.“ Er selbst etwa habe bei Exoten-Sportarten wie den „hüpfenden Fahrrädern“ (BMX) das TV-Gerät abgeschaltet. Die besten Olympia-Werte gab es bundesweit von den CDU/CSU-Wählern (46 Prozent), gefolgt von den Wählern der FDP (45 Prozent).
Nichtwähler haben auch kein Begeisterung für Olympia. Ihre Quote lag bei 16 Prozent.
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