Flugrouten-Protestlied

Oststars heizen Wowi ein

Sängerin Lieselotte Reznicek gibt Wutbürgern vom Müggelsee eine Stimme und ein Lied: Die Protest-Hymne „Herr Wowereit“ hier zum Anhören!

BK
Lesezeit 2 Min
Lieselotte Reznicek rockt mit Sohn Sebastian von Silly.

Lieselotte Reznicek rockt mit Sohn Sebastian von Silly.

© privat Lizenz

Die Flugroutengegner bekommen immer mehr Promi-Zulauf. Nachdem schon Filmregisseur Leander Haußmann Wowereit die Leviten las („Hebe deinen Arsch hierher und übe deinen Beruf aus“), erheben jetzt die Ostrocker ihre Stimme. Lieselotte Reznicek war die Frontfrau der ersten DDR-Mädchen-Band Mona Lise: Jahrelang hat sie keine Bühne mehr betreten

Doch nun, wo 122 Jets täglich im Tiefflug über den Müggelsee donnern sollen, bricht Reznicek ihr künstlerisches Schweigen.

„Bei mir kocht die Wut“, sagt sie. „Ich habe auch ein Haus hier in der Region – in Rahnsdorf, bin daher von dem drohenden Fluglärm wie viele andere Tausende am Müggelsee vom künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld betroffen. Darum war bei jeder Montagsdemo dabei.“

Jetzt fragte sie bei der Friedrichshagener Bürgerinitiative (FBI) nach, wie sie aktiv helfen kann. „Am besten, ich stehe auf der Bühne und singe mit den Leuten gemeinsam ein Protest- Lied. Natürlich gratis. Wir kämpfen alle gegen die Flugrouten und wie man mit dem neuen Flughafen dank unserer Steuergelder unser Leben zerstört.“

Zusammen mit Sohn Sebastian (spielt bei Silly) bereitete sie ihr Wut-Comeback vor, schrieb den Protest-Song „Herr Wowereit“. Grund: Trotz Einladung kam der Regierende Klaus Wowereit (SPD) zu keiner Montagsdemo der Flugroutengegner. „Wowi geht auf jede Promi-Party. Doch wenn den Berlinern irgendwo der Schuh drückt, lässt er sich nicht blicken“, sagt Reznicek.

Doch Wowi kommt auch heute nicht zur Demo. Dafür erscheint seine Gegnerin im Wahlkampf, Renate Künast. Auch Gregor Gysi hat sich angekündigt.

NKK

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