Flugrouten: Potsdam wird verschont

Wer kriegt die volle Dröhnung?

Die neuen Flugrouten für den künftigen Hauptstadtflughafen BBI stehen fest: In Berlin bekommt jetzt die Region um den Müggelsee die volle Dröhnung ab. Auch das Umland in Brandenburg - außer Potsdam.

BK
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Ein Mann hält vor dem Flughafen Schönefeld bei einer Demo gegen den neuen Hauptstadtflughafens BER ein Schild mit der Aufschrift "Mein Albtraum" in der Hand.

Ein Mann hält vor dem Flughafen Schönefeld bei einer Demo gegen den neuen Hauptstadtflughafens BER ein Schild mit der Aufschrift "Mein Albtraum" in der Hand.

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Der Mann, der gestern die neuen Flugrouten der Fluglärmkommission vorstellte, Robert Ertler vom DFS, wurde mit Pfiffen und Buh-Rufen von den Flugrouten-Gegnern empfangen, als er mit den neuen Plänen das Tagungszentrum in Schönefeld betrat.

Verständlich. Denn die jetzt vom DFS korrigierten Pläne vom September 2010 zeigen, der Fluglärm wird nun gleichmäßig auf die Region verteilt.

Das Gros der von Schönefeld startenden Flieger wird in Berlin über den Müggelsee fliegen. Damit sollen die Einwohner von Erkner verschont werden, die angeblich nur bis zu vier Großraummaschinen täglich zu hören bekommen sollen.

Christine Dorn von den Fluglärmgegnern im Südosten Berlins ist entsetzt: „Damit hat sich die Situation für Treptow-Köpenick extrem verschlechtert“, sagt sie. Besonders, weil die Müggelsee-Region bisher ein beliebtes Naherholungsgebiet war.

Aber auch der Wannsee bekommt Lärm ab. Der Wunsch der dortigen Fluglärm-Gegner, keine Flieger über dieses Gebiet zuzulassen, wurde nicht entsprochen. 48 Flugzeuge täglich werden über die Wannsee-Brücke in einer Höhe von 2500 Metern donnern. Die Nachbarregionen Teltow, Stahnsdorf und Kleinmachnow (wo es lautstarke Proteste gab) sollen angeblich verschont bleiben. Aber wenn ab Großbeeren die Jets vom Lotsen die Richtungsfreigabe erhalten, können sie auch über diese Gebiete in geringer Höhe fliegen.

Laut wird’s in Mahlow (bisher in den Plänen nicht vorgesehen), Blankenfelde und Michendorf, über die die meisten Jets in Richtung Westen starten sollen. Dafür machen die Flieger um Potsdam einen großen Bogen. Zum Teil bleibt Zeuthen verschont.

DFS-Chef Hans Niebergall: „Wir haben uns bemüht, so wenig Menschen wie möglich mit so wenig Fluglärm wie möglich zu belasten.“

NKK

Bis nächsten Montag wollten sie mit ihrem Protest nicht warten: Eigentlich wird in Friedrichshagen montags gegen den Fluglärm demonstriert. Nach der Entscheidung versammelten sich aber schon Donnerstag mehr als 500 Menschen mit Kerzen und Laternen auf dem Marktplatz.

Bis nächsten Montag wollten sie mit ihrem Protest nicht warten: Eigentlich wird in Friedrichshagen montags gegen den Fluglärm demonstriert. Nach der Entscheidung versammelten sich aber schon Donnerstag mehr als 500 Menschen mit Kerzen und Laternen auf dem Marktplatz.

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„Sonnenallee“-Regisseur Leander Haußmann (52): „Es macht mich fuchsig, wie der Osten und der Westen gegeneinander ausgespielt werden. Trotz Müggelsee-Route: Ich bin alter Friedrichshagener, ich ziehe von dort nicht weg.“

„Sonnenallee“-Regisseur Leander Haußmann (52): „Es macht mich fuchsig, wie der Osten und der Westen gegeneinander ausgespielt werden. Trotz Müggelsee-Route: Ich bin alter Friedrichshagener, ich ziehe von dort nicht weg.“

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Bianca Arnold (71), Rentnerin aus Friedrichshagen: „Es ist eine Schweinerei, dass Herr Wowereit die Verlärmung der Wohngebiete im Südosten zulässt. Dank des Beschlusses wohnen mein Mann und ich nun direkt unter der Flugroute.“

Bianca Arnold (71), Rentnerin aus Friedrichshagen: „Es ist eine Schweinerei, dass Herr Wowereit die Verlärmung der Wohngebiete im Südosten zulässt. Dank des Beschlusses wohnen mein Mann und ich nun direkt unter der Flugroute.“

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Die wichtigsten Fluglinien des Flughafens Berlin-Brandenburg

Die wichtigsten Fluglinien des Flughafens Berlin-Brandenburg

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700 Jobs sind am künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld zu vergeben.

700 Jobs sind am künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld zu vergeben.

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