Die Menge der Wutbürger war gewaltig, die am Nachmittag zu den Ufern des Müggelsee strömten. Zu Fuß, per Rad, per Auto oder mit Kanus, Segel- und Motorbooten. Es war nicht nur die Friedrichshagener Region, die seit Wochen montags gegen die geplante Tiefflugroute über den Müggelsee demonstriert.
Da waren Menschen vom Wannsee, von den Havelseen, die ebenfalls unter der Dröhnung startender Jets leiden werden, wenn 2012 der Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld ans Netz geht. So wie Familie Hettler aus Großbeeren. „Wir haben unsere ganze Familie und Freunde mit rangekarrt, damit die Menschenkette wirklich klappt“, sagt Vater Kersten (35).
Die Menschenkette am Müggelsee: Hier am Müggelhort wurde sie mit Booten über Wasser fortgesetzt.
© Lizenz
© Lizenz
© Lizenz
© Lizenz
© Lizenz
© Lizenz
© Lizenz
© Lizenz
© Bernd Friedel Lizenz
© Bernd Friedel Lizenz
© Bernd Friedel Lizenz
© Lizenz
Mit Seilen verknüpft bildeten Kanus, Ruder- und Motorboote eine Kette.
© Lizenz
© Lizenz
© Lizenz
© Lizenz
© Bernd Friedel Lizenz
© Bernd Friedel Lizenz
© Bernd Friedel Lizenz
© Bernd Friedel Lizenz
© Bernd Friedel Lizenz
© Bernd Friedel Lizenz
Punkt 15 Uhr war es soweit. Als das Sirenen-Signal ertönte, gaben rings um den Müggelsee Ordner per Megafon das Kommando: „Ketten bilden!“ Dann fassten sich wildfremde Menschen an den Händen, die an manchen Stellen in Dreier-Reihen am Ufer standen. Der letzte Abschnitt auf dem Wasser wurde von Booten geschlossen.
Zehn Minuten dauerte die Menschenkette: Dann feierten die Protestler am Strandbad Müggelsee ihren Erfolg. Rockmusiker wie Werther Lohse und Ex-Karat-Mann Henning Protzmann spielten auf. Und Schauspieler Jürgen Hilbrecht mahnte als Hauptmann von Köpenick: „Politiker, nehmt diese Menschenkette ernst.“
NKK
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com