Flüchtlingskrise

Erzieher und Lehrer hauen auf die Pauke

GEW fordert mehr Hilfe an Schulen ...

Cornelia Schmalenbach
Lesezeit 2 Min
Das Tragen von Kopftüchern können Arbeitgeber muslimischen Mitarbeiterinnen künftig untersagen.

Das Tragen von Kopftüchern können Arbeitgeber muslimischen Mitarbeiterinnen künftig untersagen.

© dpa

Erzieher berichteten gestern von Situationen, wo sie nicht weiter wissen. „Es fehlen dringend Dolmetscher, damit wir auch die Eltern erreichen.“ Eine junge Lehrerin schilderte, wie Jungen plötzlich in ihrem im Unterricht „Bürgerkrieg spielten“. Viele Kinder bräuchten dringend psychologische Betreuung, um mit ihren grausamen Erinnerungen fertig zu werden.

20.000 Kinder und Jugendliche flüchteten mit ihren Eltern dieses Jahr nach Berlin. Für sie fordert die GEW einen sofortigen Abschiebestopp. „Nichts behindert Lernen so sehr wie Angst“, sagt Vorsitzender Tom Erdmann.

Familien sollen in Ruhe ankommen und sich sicher fühlen. Die oftmals traumatisierten Kinder brauchen Kita und Sprachlerngruppen, um Normalität und die für sie fremde Gesellschaft kennenzulernen. Der Platz reiche nicht aus. 6.700 Kinder werden von 701 Lehrkräften in 639 Lerngruppen unterrichtet. Im November und Dezember kamen 68 Lehrer dazu.

Erdmann fordert jetzt unbefristete Neueinstellungen. Und: Das Schulamt dürfe keine Kinder aus vertrautem Umfeld reißen, wenn sie nach der Sprachlerngruppe an eine Regelschule wechseln. Dort sollten zwei Plätze pro Klasse für sie freigehalten werden. An den Schulen fehlen zudem Mediatoren für die Lehrkräfte. Eine weitere Forderung sind Fort- und Weiterbildungen, wie man mit brenzligen Überlastungssituationen umgeht.

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