Die Menschen dürften mit ihren Problemen nicht sich selbst überlassen bleiben: „Der Bezirk hat eine Verantwortung.“
Auch beim Flüchtlingscamp auf dem Oranienplatz gerate der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg an seine Grenzen.
Pop warnte auch vor der Instrumentalisierung der Flüchtlinge durch linke Gruppen, die bei den vornehmlich afrikanischen Menschen dort falsche Hoffnungen weckten: „Es ist verantwortungslos, notleidenden Menschen für eine politische Agenda einzuspannen.“ Es sei keine Unterstützung, wenn man Flüchtlinge veranlasse, aus politischen Gründen im Winter auf dem Oranienplatz zu nächtigen.
Politik muss handeln „Der Oranienplatz ist schon seit Monaten belagert. Das ist eine Schande. Zum einen, weil dort Menschen unter schlimmsten Bedingungen hausen – zum anderen, weil der Platz immer mehr verkommt. Die Politik muss endlich handeln“, fordert Hannelore (70) aus Mitte.
© Sabine Gudath Lizenz
Schlimme Zustände „Ich ärgere mich über die schlimmen Zustände und die unschlüssigen Politiker. Der Platz muss geräumt und für die Menschen angemessene Unterkünfte gefunden werden. Kein Mensch sollte im reichen Deutschland im Winter in Zelten schlafen müssen“, sagt Anwohnerin Güldere (66).
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Räumt den Platz! „Es war einst als Zwischenlösung gedacht und ist jetzt zur Dauereinrichtung geworden: Hier wird auf öffentlichem Grünland Feuer gemacht, es stinkt nach Rauch, manchmal hört man Trommeln – das nervt. Bringt die Menschen unter und räumt den Platz“, fordert Kaufmann Stefan (35).
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Wie ein Kriegsgebiet „Abgesehen davon, dass es dort schon eine Rattenplage gab, sieht der Oranienplatz aus wie ein kriegsgeplagtes Krisengebiet. Und kaum ist ein Teil der Flüchtlinge untergebracht, sind neue da. So geht es nicht weiter“, sagen die Kreuzberger Sportstudenten Kamil (26, re.) und Patrik (20).
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Die grüne Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann wies die Vorwürfe als „nicht hilfreich“ zurück. Der Bezirk arbeite an Verbesserungen.
Der Bezirk ließ unterdessen eine vom Verwaltungsgericht gesetzte Frist verstreichen, die Belästigungen von Anwohnern durch das Camp zu überprüfen. Jetzt muss das Oberverwaltungsgericht tätig werden. Einen Termin gibt es noch nicht.
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