Flüchtlinge

Berlin sagt „Willkommen“

Freiwillige Helfer empfangen 350 Flüchtlinge nach ihrer Odyssee.

Jeannette Hix Mike Wilms und Gerhard Lehrke
Lesezeit 2 Min
Helfer Thomas aus Spandau bringt Bettzeug für die Zelt-Flüchtlinge auf dem Kasernen-Gelände.

Helfer Thomas aus Spandau bringt Bettzeug für die Zelt-Flüchtlinge auf dem Kasernen-Gelände.

© sabine gudath Lizenz

Renate Lehmann und Beate Krüger aus Charlottenburg mit ihren Spenden.

Renate Lehmann und Beate Krüger aus Charlottenburg mit ihren Spenden.

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Flüchtlinge und Unterstützer auf dem Berliner Hauptbahnhof: Die Menschen waren per Zug aus München gekommen, Stunden vor den sieben Bussen.

Flüchtlinge und Unterstützer auf dem Berliner Hauptbahnhof: Die Menschen waren per Zug aus München gekommen, Stunden vor den sieben Bussen.

© Tim Lüddemann Lizenz

Auch Johannes und Marlies aus Spandau bieten Unterstützung an.

Auch Johannes und Marlies aus Spandau bieten Unterstützung an.

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Melissa und Cagla helfen seit zwei Tagen ehrenamtlich in der Kaserne.

Melissa und Cagla helfen seit zwei Tagen ehrenamtlich in der Kaserne.

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Regen fegt über den Zeltplatz auf dem Kasernen-Gelände. 71 weiße Zelte mit je zehn Betten sind für die „Ungarn-Flüchtlinge“ vorbereitet. Solche Hilfesuchenden also, die das Chaos vom Budapester Bahnhof (KURIER berichtete) miterleben mussten.

Thomas (54) aus Spandau fuhr gleich am Morgen mit Frau und Sohn zum Kasernen-Tor. Er hatte im Radio gehört, dass die Flüchtlinge nach Berlin kommen. Die Stadt muss nach dem „Königsteiner Schlüssel“, nach dem Flüchtlinge über die Bundesländer verteilt werden, 350 von ihnen aufnehmen. Thomas sagt bescheiden: „Ist doch klar, dass wir helfen.“ Berlin müsse Herz für die Notleidenden zeigen.

Ein zweiter Freiwilliger ist Jumshud Rasulbayov (30), der vor neun Jahren aus Aserbaidschan nach Deutschland kam. Heute ist er Steuerberater – und kann es sich leisten, die Flüchtlinge mit Hosen und Jacken zu versorgen.

Doris Tümmel (79) aus Spandau kam mit Jacken im Auto. Sie sagte: „Wir waren damals Flüchtlinge aus Schlesien. Ich weiß genau, wie man sich fühlt.“

Allerdings bittet der Senat, einstweilen keine Kleidung mehr in die Kaserne zu bringen: Die Lager sind voll. Allerdings sollen schnell weitere Container aufgestellt werden.

Manche Helfer rollen Schlafsäcke aus, die von einem Möbelhaus gespendet wurden. Andere geben Essen an die 900 Menschen aus, die schon seit Tagen in der Kaserne leben. An Flüchtlinge wie Dnad (36) und Mohamad (27), die aus Syrien über die Türkei in die EU flohen.

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