Erst fing der Arbeitstisch Feuer, dann gab es einen Knall. Bei einer Verpuffung in einem Döner-Imbiss in der Reinickendorfer Straße ist ein Angestellter schwer verletzt worden. Feuerwehrleute retteten ihm und drei Mietern, darunter einem Kind, das Leben.
Wie konnte es zur Verpuffung kommen?
Der Angestellte wurde in das Brandverletztenzentrum des Unfallkrankenhauses Marzahn gebracht. Das Kind kam vorsorglich ebenfalls in ein Krankenhaus. Die Polizei weiß noch nicht, wie es zu der Verpuffung kommen konnte. Zeugen wollen zunächst Flammen neben einer mit Öl gefüllten Fritteuse gesehen haben.
Wie funktioniert die Fluchthaube?
Wie funktioniert die Fluchthaube?
© Feuerwehr Berlin
Filter: Durch ihn wird die Luft gesäubert und eingeatmet. Bis zu 15 Minuten im Rauch funktioniert der Filter.
Innenbänder: Sie sind elastisch und müssen bei Einsetzen zusätzlich
festgezurrt werden.
Signalfarbe: Die Haube ist auffällig farblich gestaltet, so dass der Träger gut zu erkennen ist.
Visier: Es bietet für den Träger eine klare Sicht. Es ist so beschichtet, dass es nicht beschlägt.
Innenmaske: Sie ist speziell geformt und für alle Gesichtsformen und Größen passend.
Halskrause: Sie ist elastisch und passt sich dem Träger an, so dass kein Rauch eindringt.
Ventil: Das Ventil unterhalb des Filters leitet die ausgeatmete Luft wieder nach draußen.
Haltbarkeit: Die Haube ist mehrere Jahre nutzbar. Die Filter müssen regelmäßig gewartet werden.
Auch bei diesem Einsatz haben sich die Fluchthauben der Feuerwehrleute bewährt. Sie sind eine effektive Waffe gegen den Erstickungstod, sagen sie. Ob Menschen mit Bart oder Brillenträger, die Hauben können von jedem genutzt werden. Sie bieten für jeden umfassenden Schutz bei dickem, giftigen Qualm. Drei Atemzüge darin könnten schon zum Tode führen.
Sauerstoff in der Flasche reicht oft nur 15 Minuten
Die geschlossene Kappe gibt es in mehreren Varianten. In jedem Fall verfügen sie über spezielle Filter und Ventile. Damit wird die Rauchluft angezogen, gereinigt und wieder ausgestoßen. Häufig teilen sich die Retter auch ihren Sauerstoff, den sie in Flaschen auf dem Rücken tragen, zur Luftversorgung mit den zu rettenden Mietern. Das geht mit Hilfe eines Verbindungsschlauchs zur Haube des Opfers. Hand in Hand gelangen sie somit ins Freie.
„Das muss schnell gehen, denn die zur Verfügung stehende Luft in den Flaschen ist nicht unbegrenzt“, sagt ein Feuerwehrsprecher. Oft reicht der Sauerstoff nur 15 Minuten, dann ist die Flasche leer. Die Hauben sind in Signalfarbe gefertigt, damit der Träger gut zu sehen ist. Sie halten wartungsfrei mehrere Jahre, je nach Häufigkeit der Nutzung. Übrigens können auch Hunde und Katzen unter die Haube kommen.
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